Art for Europe

Kontinent der Kunst

XII – Ein vollendeter Zyklus

Etwas zu vollenden ist in der Kunst immer etwas Großartiges.
Die Harfenistin Meike Rath tat dies am 12.12.12  mit ihrem Solo-Debüt, was nichts anderes ist, als ein ungewöhnliches und bemerkenswertes Gesamtkunstwerk.
Das Album `XII – Ein vollendeter Zyklus´, welches man keinem Genre klar zuordnen kann, ist genauso zeitlos, wie auch zeitgemäß.
Die Künstlerin erzählt in ihrer rein instrumentalen Musik über zwölf Improvisationen eine ganz persönliche und sehr bewegende Geschichte.
Alles beginnt mit Verlust, Trauer und Ohnmacht und folgt einem ganz eigenen Weg in einer musikalischen Dramaturgie. Dieser Weg führt über das Wahrnehmen, das Annehmen und die Anerkennung der inneren, oft scheinbar widersprüchlichen Gefühlswelt schließlich über das Loslassen auf eine neue Ebene, womit sich ein Kreis schließt.
Für den Zuhörer ist es wirklich ein emotionales Erlebnis, diese ganz persönliche Reise mitgehen zu dürfen.
Auf dieser etwas anderen Reise wird vor allem auch sehr deutlich, wie nahe tiefste Trauer und pure Freude manchmal beieinander liegen können.
Ebenso spürt man aber auch die vielfältigen Gefühlsfacetten und emotionalen Färbungen dazwischen.
Hat man das Ende des Zyklus erreicht, sind alle Emotionen und damit verbundenen Prozesse miteinander verwoben und was bleibt, sind Liebe und Dankbarkeit.
Meike Rath lässt ihren Zuhörern trotzdem auch die Option, sowohl in ihrer Musik, wie aber auch in ihren geschriebenen Gedanken und dazugehörigen Bildern, ganz eigene Assoziationen und Fantasien zu entwickeln. Somit kann jeder gewissermaßen auch auf seine ureigenste Reise gehen.
Dieses ganz besondere Album entstand innerhalb der gleichnamigen Konzertreihe zwischen April und September 2012 in Kirchen verschiedener Städte.
Anzumerken sei natürlich auch noch, dass die zwölf ausgewählten Stücke rein intuitiv gespielt wurden. Dies bedeutet, dass die im jeweiligen Moment entstandenen Improvisationen ganz frische und unverfälschte musikalische Abdrücke eines Moments und einer Emotion sind.
Die Stücke des Albums haben keine herkömmlichen Titel, sondern sind in römischen Ziffern von I bis eben XII durchnummeriert.
Zu diesem Gesamtkunstwerk gehört neben der Musik aber auch noch ein zwölfseitiges Booklet, welches die klassische Tracklist ersetzt.
Jede Seite dieses Booklets steht mit der Ziffer, dem jeweiligen Foto und den dazugehörigen Texten für ein Stück des Albums. Dies bietet dem Zuhörer die Möglichkeit sich bei dieser insgesamt 78 Minuten andauernden musikalischen Reise mit passenden visuellen Eindrücken zu beschäftigen und so, wenn man denn möchte, in die Gedankenwelt aber vor allem auch in die Gefühlswelt der Künstlerin einzutauchen.
Genauso gut kann man sich aber auch zu ganz eigenen Gedanken inspirieren lassen.
Meike Rath hat dieses wirklich außergewöhnliche Album selber konzipiert und produziert.
Dabei wurde sich von einem international tätigen Team unterstützt.
Die Aufnahmen übernahm Matt Flores und mischte diese zusammen mit Kai Blankenberg in der Skyline Tonfabrik in Düsseldorf ab. Außerdem war Armin Alic an der Produktion genauso beteiligt, wie Mark Dennis mit dem Artwork und Björn Giesbrecht mit seinen Fotos.
Jetzt, wo eigentlich alles gesagt ist, möchte ich meinen Lesern noch einen Besuch auf ZauberMusik ans Herz legen, wo man das Album auch gleich bestellen kann, denn fehlen sollte es in keiner Sammlung.

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