Art for Europe

Kontinent der Kunst

Was bringt das Jahr 2016?

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Nachdem sich der Start in dieses Jahr bei Art for Europe (A4E) etwas langsamer gestaltet, da ich mich erst einmal einer Handoperation unterziehen musste, rollte es jetzt aber nach und nach an. In 2016 wird nach längerer Zeit wohl Köln wieder eine etwas größere Rolle spielen. Ein Grund dafür ist natürlich auch der 40. Geburtstag des Museum Ludwig, welches vor 40 Jahren durch die Schenkung der gleichnamigen Familie entstand. Immerhin verfügt dieses ganz besondere Museum über die wichtigste Modern Art Sammlung außerhalb der USA und eine riesige Fotosammlung mit unvorstellbaren Schätzen, die weit über dies hinausgeht, was man dort im Normalbetrieb präsentiert bekommt. In diesem Sommer, genauer gesagt im August, wird der Geburtstag dann auch noch mit einer ganz besonderen Sonderausstellung zelebriert. Aber auch auf anderer Ebene gibt es in diesem Jahr einiges zu feiern, so zum Beispiel wieder einmal zwei europäische Kulturhauptstädte, die eigentlich beide lohnenswerte Ziele darstellen. Da wäre San Sebastian, wo ich zwar außerhalb meiner Tour schon einige Male war aber eben nie im Rahmen von A4E. Außerdem ist es ganz in der Nähe von Bilbao und dort ist noch immer ein Besuch des Guggenheim-Museums offen. Dies gilt im Kontext von A4E natürlich auch für Polen, womit die zweite Kulturhauptstadt ins Spiel kommt, welche Breslau ist. Man sieht, außer den vielen anderen Plänen für meine ganz eigenen Kunstprojekte, welche in diesem Jahr auch wieder entstehen werden, gibt es einige Reiseoptionen. Was daraus wird, wird sich nach und nach zeigen.

Wenn Giganten gehen
Zu den traurigen Lebensrealitäten wird wohl in 2016 auch wieder gehören, dass einige Größen in Sachen Kunst und Kultur diesen Planeten verlassen werden und der Jahreswechsel ließ da schon nichts Gutes erahnen. Erst zum Ende des letzten Jahres trat mit Lemmy Kilmister ein ganz Großer ab und so sollte es zum Jahresbeginn leider auch gleich weitergehen, denn David Bowie verstarb kurz nach seinem 69. Geburtstag nach einem anderthalbjährigen Kampf gegen den Krebs. Zu seinem Geburtstag hatte er gerade noch sein 25. Studioalbum Blackstar veröffentlicht, welches als eine Art Abschiedsgeschenk für seine Fans konzipiert worden war. Leider kommen diese Giganten gerade im Bereich der Musik nicht mehr so nach, was wohl auch den allgemeinen Veränderungen in der Musikwelt geschuldet ist. Aber dies kann sich natürlich auch immer wieder verändern, was doch Grund zur Hoffnung bietet. Was die beiden genannten grandiosen Musiker angeht, welche die Musikwelt so sehr beeinflusst und geprägt haben, sollte man hoffen, dass sich hier nicht gleich ein erster Trend für dieses noch so junge Jahr abzeichnet und vielleicht eher gespannt sein, welche Highlights in diesem Jahr noch kommen. Glücklicherweise sind noch ausreichend Künstler aus diesem Bereich auf diesem Planeten, welche jederzeit wieder mit grandiosen Silberlingen, wie auch Konzerten überraschen können und so ihren Fans auch viel Freude bescheren können. Man sieht, es wird auch im Bereich Kunst und Kultur in 2016 wieder ausreichend Gründe zum Feiern geben.

Politik mit Religion vermischt ist kein Kampf der Kulturen
Ein letzter Punkt in diesem Ausblick muss leider einem ganz und gar dunklen Kapitel gewidmet werden. Schon seit langer Zeit versucht man den großen Religionskrieg zu einem Kampf der Kulturen zu machen, was so nicht hinnehmbar ist. Der große Religionskrieg wird vor allem auch zur Durchsetzung der geopolitischen Ziele des Westens genutzt und hat damit erst einmal nichts mit Kultur zu tun. Dass sich Religionen, wie der Islam aber natürlich auch das Christentum dafür missbrauchen lassen und sogar ihr ganz eigenes Süppchen in diesem Kontext kochen, ist die eine Sache, eine ganze andere ist es, auf diesem Wege auch gleich zu versuchen verschiedenste Kulturen gegeneinander auszuspielen. Hier ist es ganz wichtig, dass sich Kulturschaffende nicht auf dieses Spiel einlassen und sich für diese religiösen bzw. politischen Spielchen missbrauchen lassen. Kultur trennt nicht, Kultur verbindet. Es sollte vielmehr um Verständnis und Bereicherung gehen. Natürlich ist es richtig gegen Dominanz zu arbeiten aber gerade was Europa und vor allem Deutschland angeht, ist doch eher eine Bedrohung aus dem nordamerikanischen Raum zu erkennen, welcher versucht Europa zu dominieren, so bezeichnet man längst Wörter, welche durch englischsprachige ersetzt werden, als etwas Neudeutsches, was zeigt in welche Richtung es tatsächlich geht. Ein anderes Beispiel ist die völlige Kommerzialisierung des Kunstmarktes. Es ist hier also eher zu erwarten irgendwann ein Teil des amerikanischen Imperiums, mit dem dementsprechenden Verlust an Identität, zu sein, als dass man Angst vor der großen Islamisierung haben sollte.

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Schade, bislang hatte noch keiner eine Meinung

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