Art for Europe

Kontinent der Kunst

Von Rijeka bis Split

Wie zu letzt beschrieben, kam ich sehr gut von Pula nach Rijeka. Mein Fahrer war so nett mich am Busbahnhof aus dem Wagen zu lassen und nach den Erfahrungen in der `Metropole` Istriens, wollte ich in dieser weiteren kroatischen Metropole auf Nummer sicher gehen und mich frühzeitig um einen Schlafplatz bemühen. Es ist wohl richtig, dass man Pula und Rijeka nicht wirklich vergleichen kann, denn Rijeka ist die drittgrößte Stadt Kroatien und zählt mit den Vororten über 300.000 Einwohner. Trotzdem sollte es sich als gute Idee erweisen frühzeitig ein Hostel zu suchen. Ich fragte mich also am Busbahnhof durch, was mich schnell zu der Erkenntnis brachte, dass die Kommunikation ab jetzt schwerer werden sollte.

Die etwas andere Stadtrundfahrt

Man muss sagen, dass man hier kroatisch und mit ein wenig Glück noch italienisch spricht,rijeka.jpg dies wiederum bedeutete, dass ich mit meinem Sprachschatz kein Stück weiterkam. Aber wofür gab mir Gott Hände und Füße, denn diese Art zu kommunizieren funktioniert Erwiesenerweise weltweit noch immer am besten. Schon bald saß ich in einem Bus, der mich vor ein Hostel bringen sollte. Der Fahrer wollte mir Bescheid geben, wo ich aussteigen sollte. Allerdings wechselte der Fahrer unterwegs und sein Kollege bekam das alles nicht wirklich hin. So drehte ich eine erste Runde durch das Stadtgebiet von Rijeka. Immerhin funktionierte es in der zweiten Runde. Der Fahrer dachte dies Mal an mich und ließ mich aussteigen. rijeka-hafen.jpgNun gut ein Hostel gab es dort weit und breit auch nicht, nur ein Obdachlosenasyl des Roten Kreuz. Vielleicht sollte ich an der einen oder anderen Stelle noch an meinen kommunikativen Möglichkeiten arbeiten.

Da ich genug von Busfahrern hatte, beschloss ich mich zu Fuß hinab in die City zu begeben, denn der Vorteil an meinem, dem planlosen Busfahrer zu verdankendem, Ausgangspunkt war, dass er im oberen Bereich dieser, an einem Hang liegenden, Hafenstadt war und ich so einen perfekten Überblick hatte. In der City angelangt merkte man tatsächlich sehr schnell den Unterschied zu einer Stadt wie Pula, denn es hatte wirklich schon ein bisschen mehr von einer Metropole. Ich beschloss mich ganz den neuen Gegebenheiten anzupassen und mich erst Mal um Photos zu kümmern, denn nicht nur der Blick auf den Hafen war beeindruckend, es war auch wieder diese gesamte Art des Baustils, der mich hier beeindruckte. Denn so kalt und hässlich es auch war, hatte es trotzdem etwas anziehendes. Als der Sonnenuntergang nahte, versuchte ich es noch ein Mal mit der Suche nach einem Schlafplatz. Ich fand sogar Menschen mit denen ich Englisch reden konnte aber außer großen Hotels, die mein Budget nicht vorsahen, gab es hier nichts.

Plan B

Dies bedeutete in der logischen Konsequenz, entweder eine Nacht in dem angesprochenen Obdachlosenasyl verbringen oder schnellsten einen Plan B finden. Ich entschied mich recht zügig für die Variante mit dem Plan B. Da die Stadt für mich augenscheinlich nicht mehr viel zu bieten hatte und meine Grundrichtung sowieso Griechenland war, kam mir der Nachtbus nach Split doch sehr gelegen. Dieser fuhr allerdings erst am späten Abend. So besorgte ich mir die Tickets, verstaute mein Gepäck und entspannte noch einige Zeit in einem Internetcafe, um mich auch Mal wieder meiner Post zu widmen. Am späten Abend sollte es dann losgehen und es war einer der abenteuerlichsten Busfahrten meines Lebens. In einem solchen Bus hatte ich schon, seit ich in meiner Grundschulzeit mit dem Bus zum schwimmen fuhr, nicht mehr gesessen und zum einen ist das schon verdammt lang her und zum anderen war der Schulbus damals schon nur so gerade durch den TÜV gekommen.

Dies sind solche Momente auf meiner Tour, an denen ich mir jedes Mal denke, hunderte Menschen bewegen sich Tag für Tag auf diesem Weg, also geht es schon gut und die Bremsen werden an den steilen Küstenstrassen nicht versagen und der Fahrer weiß auch split-hafen.jpgwas er tut. Es war einen sternenklare Nacht und ich kam nicht wirklich zum schlafen, denn obwohl ich zwei Plätze für mich hatte, war es nicht im Ansatz gemütlich. Trotzdem war es wunderschön immer wieder die Sterne, die sich im Meer spiegelten, zu beobachten. Noch vor 5 Uhr Morgens erreichten wir den Hafen von Split und schon wieder war ich in einer völlig anderen Welt und brauchte erst Mal Unmengen an Kaffee, um wirklich zu mir zu kommen. Wie es mir in Split erging und warum mich Kroatien dann noch ein Mal wirklich schockte, erfahrt Ihr beim nächsten Mal.

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Bislang ein Kommentar

  1. 3. April 2014

    | 15:13

    [...] 1,2 Millionen Menschen als einzige Stadt des Landes die Millionengrenze knackt. Auf Rang zwei folgt Split mit nur noch 220.000 [...]

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