Art for Europe

Kontinent der Kunst

Uppsala! Kunst und Göteborg

Wie im letzten Bericht beschrieben, befand ich mich mit Bine auf dem Weg durch Schweden. Wir hatten dabei Dänemark gekreuzt und schon Städte, wie die schwedische Hauptstadt Stockholm besucht. Da es mir leider noch immer nicht gelungen war meine Fotochips zu brennen, weil die Internetcafes in Stockholm die wir fanden, dies technisch nicht zu ließen, war mein nächster Plan es ein Mal in einer kleineren Stadt zu versuchen, denn durch diese beeindruckende Natur, die ich in diesem schönen Land entdeckte, verschob sich mein Fokus zum Teil etwas weg von der reinen Dokumentation von Kunst und Kultur hin zur Natur- bzw. Landschaftsphotographie und somit zum Sammeln vieler Grundlagen für spannenden Photokunstreihen. Ich beschloss mein Glück in Uppsala zu versuchen, einer Universitätsstadt etwas nördlich von Stockholm. Uppsala, die viertgrößte Stadt Schwedens, hat außer diesem grandiosen Namen und einer Universität noch etwas zu bieten. Hier wurde 1701 Anders Celsius geboren und 1730 Professor und diesem Mann verdanken wir immerhin, dass wir immer wissen, wie warm es gerade ist. Ich muss allerdings einräumen, dass wir es nicht wirklich bis Uppsala schafften.

Zwischen Stockholm, Oslo und Göteborg

Denn ein Mal mehr getrieben von soviel berauschender Natur, zog es mich immer mehr westwärts ins Landesinnere und schloss-oerebro.jpgso war die nächste Stadt die wir erreichten Örebro, welche gut 200 Kilometer westlich von Stockholm liegt. In dieser Stadt angelangt, waren wir nun von drei spannenden Städten umgeben. Stockholm, wo wir gerade herkamen, Göteborg und Oslo. Es musste Mal wieder eine Entscheidung getroffen werden. Bevor ich diese treffen sollte, kümmerte ich mich allerdings um das Problem mit meinen mittlerweile fast komplett gefüllten Kamerachips. Örebro, eine Stadt die unter anderem ein sehr schönes Schloss hat, bot auch ein Internetcafe aber es war wie verhext, denn auch hier gab es keine Möglichkeit meine Chips zu brennen. Ich bin schon zehntausende Kilometer über diesen Kontinent gereist aber es ist mir noch nirgendwo so schwer gefallen Chips zu brennen. Aus lauter Verzweiflung erhöhte ich dann dort einfach meine Chipkapazität, auch wenn dies natürlich die Projektkasse wieder ein Mal schmaler werden ließ. Bevor es nach einigen schönen Stunden in dieser Stadt weiter Richtung Westen ging, besuchten wir noch den örtlichen Markt, um die Vorräte aufzufüllen. Wir gelangten nachdem wir einige Zeit die Natur an den Ufern des Vänern genossen hatten, welcher nachdem Ladogasee und dem Onegasee (diese beiden Seen befinden sich übrigens in Russland) der drittgrößte See Europas ist, an eine Weggabelung die eine Entscheidung bringen musste. Links ging es nach Göteborg und rechts in Richtung Norwegen, also nach Oslo. Die Entscheidung fiel nicht einfach aber sie fiel und zwar auf Göteborg.

Vorab sei erklärt, dass ich die Meinung vertrete, dass Göteborg im direkten Städtevergleich zu Stockholm ganz weit vorne liegt. Künstlerisch hat diese zweitgrößte Stadt Schwedens zum Beispiel Highlights, wie das weit über die Grenzen Schwedens hinaus bekannte Designmuseum  Röhsska zu bieten. Das Göteborgs Konstmuseum  verfügt über eine ungemein große Anzahl verschiedener skandinavischer Künstler aus den verschiedenen Epochen. Aber es sind auch klassische Größen, wie zum Beispiel Henri Matisse oder auch Auguste Rodin in der Sammlung vertreten. Genau hier findet man auch die Ausstellungshallen der legendären Hasselblad Foundation die hier jährlich fünf, für den Bereich Photographie wegweisende, Ausstellungen präsentiert. Allgemein spürt man in dieser Stadt eine starke künstlerische Dynamik, egal ob goeteborg-opernhaus.jpgman es an den interessanten Galerien festmacht oder auch an dem Flair der einem in den vielen Kunstcafes entgegen kommt. Somit ist Göteborg natürlich eine Stadt der bildenden Kunst aber sie hat kulturell gesehen noch mehr zu bieten. So zum Beispiel das im wundervollen Stadthafen gelegene Göteborger Opernhaus. Nicht nur das hier das Nationalorchester Schwedens beheimatet ist, ist das 1994 eröffnete Gebäude selbst auch ein architektonisches Highlight. Der gerade angesprochene Stadthafen lädt allgemein zum verweilen ein, er mutet schon fast etwas südeuropäisch an und verfügt mit dem Utkiken-Turm auch über ein eigenes Wahrzeichen, an dessen Fuß man auch einfach Mal die Seele baumeln lassen kann. Noch besser geht dies allerdings in der wundervollen Altstadt von Göteborg die man Haga nennt und wo wir natürlich auch einige Zeit verbrachten, bevor wir uns weiteren Highlights der Stadt widmeten.

Fischhallen und andere nordische Highlights

Wie schon in Barcelona und Stockholm, dürfte natürlich auch in Göteborg ein Besuch im Hard Rock Cafe nicht fehlen. Hierzu ist zu sagen, dass auch dieser Vergleich an Göteborg geht, denn es liegen Welten zwischen diesem Hard Rock Cafe und dem in Stockholm. Ein weiteres Highlight bedarf einer persönlichen Anmerkung, ich liebe Meeresfrüchte, habe goeteborg-fischhalle.jpgallerdings so meine Probleme mit dem Verzehr von Fisch. Außerdem liebe ich Markthallen jeder Art und somit natürlich auch Fischhallen und auch auf diesem Sektor hat Göteborg ein wirkliches Highlight zu bieten. Es geht um die Freskekörka und es ist, wie es sich anhört, eine Fresskirche oder sollte man sagen ein Fress-bzw. Fischtempel. Eigentlich nennt man sie im Volksmund die Fischkirche, da sie von außen genau wie ein solches Gotteshaus anmutet, nur das hier eben nicht gebetet wird, sondern man wunderbare, dem Wasser entsprungene Leckereien erhält und auch verzehren kann. Ganz im Gegensatz zu Stockholm ist das Gewusel in dieser Stadt auch bei weitem nicht so massiv und immerhin hat auch Göteborg mit seinen Außenbezirken über 800.000 Einwohner. Was mich an dieser Stadt beeindruckte war dieser Flair den sie ausstrahlt, dieser Schwung und diese Jugend aber trotzdem auch diese Ruhe und Anmut die sich auch zum Teil in den wundervollen Bauten zeigt. Natürlich entstanden auch in dieser Stadt wieder unzählige Photoarbeiten für meine Kunst, denn gerade auch der gewisse Gegensatz, der sich an manchen Ecken durch das Aufeinandertreffen verschiedener architektonischer Epochen ergab, war für meine Arbeiten wie geschaffen.

Natürlich ging auch die Zeit in dieser wirklich schönen Stadt im Norden Europas irgendwann zu Ende und wir nutzen die restliche Zeit unseres Aufenthaltes in Skandinavien, um in aller Ruhe die Westküste entlang zurück nach Dänemark zu fahren. Wir hielten immer wieder an schönen Stränden, die auch die Westküste Schwedens zu bieten hat, an. Wieder in Dänemark angelangt, besuchten wir noch einige interessante Schlösser und Kirchen, bevor wir nach weit mehr als 3.000 schwedisches-leben.jpgKilometern zurück im Teufelsmoor angelangt waren. Für mich stand nach diesem Teil der Tour, die mich schon an so viele Punkte in Europa geführt hat, eines fest, ich würde zurück nach Skandinavien kommen. Mittlerweile habe ich noch ein Mal eine Tour durch Dänemark gemacht, die mir ein wesentlich positiveres Bild dieses Landes verschaffte, als ich es nach diesem ersten Besuch hatte. Da aber auch die Ruhe und diese beeindruckende Natur so wundervoll auf mich wirkte, freue ich mich schon darauf auch noch den Norden Schwedens, sowie Norwegen und Finnland zu besuchen. Wie letztendlich auch dieser Bericht gezeigt hat, war für mich persönlich bislang Göteborg, die interessantes Stadt Skandinaviens, allerdings fehlen mir noch immer Städte, wie zum Beispiel Kopenhagen und Malmö und natürlich norwegische bzw. finnische Metropolen, wie zum Beispiel Oslo oder auch Helsinki. Nun steht diese Plattform kurz vor ihrem ersten Geburtstag und ich freue mich darauf, dass diese Plattform für Kunst und Kultur weiter wächst, sowohl virtuell, wie auch im realen Leben. Natürlich werdet Ihr auch demnächst weitere spannende Berichte über mein Leben mit der Kunst und Kultur in Europa an dieser Stelle nachlesen können.

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Bisher 2 Kommetare

  1. 17. November 2010

    | 23:04

    [...] Sicherheit nicht. Das größte Highlight dieses Spiels vor etwas mehr als 20.000 Fans im schönen Göteborg setzte der Hausmeister, der das schwedische Tor zu Beginn der 2. Halbzeit reparierte. Testspiele [...]

  2. 2. April 2014

    | 17:08

    [...] Schweden sind allerdings ein anderes Kaliber als Irland. Auch der Bundestrainer weiß um die [...]

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