Art for Europe

Kontinent der Kunst

Schottland Nord Nordost

Wie zu letzt beschrieben, hatten wir die wundervollen Hebriden verlassen. Das Ende des Inselhoppings war gekommen aber es sollte grandios weitergehen. Mittlerweile waren wir fast 14 Tage unterwegs und hatten mit einem großen Teil der Westküste und drei Inseln der Hebriden auch schon einiges an Meilen auf dem Tacho. Aber eben auch noch einiges vor uns. So stand als nächstes das Wester Ross auf dem Programm. Ein weiterer Landschaftsabschnitt der auf keinen Fall fehlen dürfte. Es ist eine braungräuliche Landschaft die einen hier erwartet. Es ist unwirtlich und wir waren das erste Mal froh Tiefhängende Wolken zu haben, denn diese gehören einfach zu dieser Landschaft dazu. Man ist hier, Richtung Norden, ziemlich alleine aber auch das gehört dazu und macht diese Eindrücke so unvergessen. Aber wir standen auch erst am Anfang dieses Trips gen Norden des so genannten Mainlands, wie man die britische Hauptinsel auch nennt.

Das nördlichste Gänseblümchen

Es sei noch erwähnt, dass ich mit diesem Teil der Reise, Gebiete sutherland-8653.jpgerreichte die auch für mich Neuland darstellten. Bislang war ich auf keiner meiner Reisen soweit nördlich auf Mainland gereist, wie ich es dies Mal tat. Abgesehen von der beschriebenen grandiosen Landschaft und natürlich wieder unzähligen beeindruckenden Ruinen, war unser erstes Highlight der Inverewe Garden und dieser war ein Mal mehr auch für mich der Beweis, wie schön Gärten sein können. Denn mit klassischen Gärten oder Parks, wie man sie in Deutschland kennt, hat dies hier alles relativ wenig zu tun. So war es auch dies ein Mal mehr ein botanisches Erlebnis für mich. Auch wenn dieser Garten verschiedene Vegetationszonen inverewe-garden-8524.jpgdieser Erde aufzeigt, wurde uns bald schon klar, dass wir uns nördlich bewegten. Denn das Klima wurde langsam immer rauer. Der Wind nahm massiv zu und die Temperaturen sanken Meile um Meile. Als nächstes steuerten wir die vorerst letzte große Stadt an. Wir besuchten Ullapool. Nun gut, wie so oft in Schottland gilt auch hier, groß ist relativ, denn diese nette Hafenstadt am Atlantik hat gerade ein Mal knapp 1.400 Einwohner. Aber es reichte alle Mal aus um Vorräte, Photochips und ähnliches zu organisieren, bevor es weiter bis zu unserem nächsten Etappenziel Durness ging.

Vor den Toren dieser 400 Einwohner zählenden Stadt, suchten wir uns ein schönes B&B, sonnenuntergang-durness-8845.jpgwo der Hausherr auf seiner Schafwiese Golf spielte und wir von den Schafen beschnuppert wurden. Hier merkten wir dann auch, bei einem grandiosen Sonnenuntergangsshooting, dass wir den Norden erreicht hatten. Denn als die Sonne untergegangen war, waren es gerade ein Mal noch kalte 9 Grad Celsius und das an einem Sommerabend. Schon am nächsten Morgen, als es zu den Smoo Caves ging, war die Sonne zurück und man konnte es bald auch schon wieder im T-Shirt aushalten. Womit das Wetter besser war als Mitte bzw. Ende Juli in Deutschland. Auch diese alten Schmugglerhöhlen waren beeindruckend und boten eine sehr schöne Kulisse für weitere Aufnahmen. Es war ein Mal mehr ein Reiseabschnitt, der gerade auch für mich als Künstler sehr inspirierend war. Von den Smoo Caves an folgten wir der Küste im Norden gen Osten. Wir machten immer wieder kleine Stopps um die Landschaft und die Küste zu genießen und trafen in Bettyhill, einem kleinendunnet-head-gaensebluemchen-nord-9003.jpgOrt der nach ihrer Gründerin Elizabeth, Gräfin von Sutherland benannt wurde, auf einen tollen Laden. Es war eine Mischung aus Cafe, Restaurant, Touristeninformation und vielem mehr. Weiter ging es vorbei am Strathy Point, einer Landzunge mit einem bedeutenden Leuchtturm zum Dunnet Head. Dunnet Head ist offiziell der nördlichste Punkt von Mainland. Er verfügt natürlich außer über einem Leuchtturm, auch über einen wundervollen Ausblick auf die Orkneys und über grandiose Steilklippen, an denen ich das nördlichste Gänseblümchen dieses Tourabschnitts festhielt.

Vom Norden ins Schlaraffenland des Whiskys

Ein Mal mehr froh einen weiteren geografisch wichtigen Punkt, wie zuvor schon den duncansby-head-leuchtturm-9012.jpgöstlichsten Punkt der iberischen Halbinsel oder auch den Zusammenfluss von Nord-und Ostsee gesehen zu haben, trieb es uns weiter gen Osten zum Duncansby Head hinter Thurso. Hier gab es außer einem wundervollen Leuchtturm, auch die beeindruckenden Stacks of Duncansby Head zu sehen, eine faszinierende Steinformation direkt vor der Nordseeküste. Hier wurde uns aber auch noch ein Mal bewusst, was uns die gut ausgebauten EU-Finanzierten Strassen die ganze Zeit zuvor schon klar gemacht hatten. Auch hier, ganz im Norden ist der Massentourismus leider mittlerweile angelangt. Glücklicherweise neigte sich der Tag dem Ende und deshalb war auch hier nicht mehr allzu viel los. Vorbei an Wick, der ersten großen Stadt an der nördlichen Ostküste, erreichten wir irgendwann unser B&B und dies nach einer der längsten Etappen dieses Tourabschnitts. Am nächsten Morgen wurden wir, nach einer entspannten Nacht, mit eine grandiosen Frühstück mit Ausblick auf die Nordsee belohnt. Dieser Tag begann mit einem Besuch des Dunrobin Castle, wir waren extra so früh gestartet, dass wir es vor den offiziellen Öffnungszeiten erreichten und so fort-george-9103.jpgausreichend Ruhe für ein weiteres spannendes Shooting hatten. Der Weg sollte uns die nächste Zeit vor allem vorbei an schönen Burgen, Ruinen, Herrenhäusern und ihren wundervollen Gärten führen. Aber zuvor stand der Besuch eines ganz besonderen Delphin-Aussichtspunkts auf dem Plan. Wir besuchten das Fort George. Dieses Fort aus dem 18. Jahrhundert wird auch heute noch militärisch genutzt, kann aber trotzdem besichtigt werden. Von den Außenmauern aus kann man hervorragend auf das Moray Firth blicken und eben wenn man das Glück hat, wie wir es hatten, auch Delphine beobachten.

Vorbei am Cawdor Castle und dem Kilravock Castle einem wirklich außergewöhnlichen kildrummy-castle-9278.jpgB&B, welches leider geschlossen hatte, ging es weiter zum Brodie Castle. Auch hier entstanden schöne Außenaufnahmen, bevor wir uns bei einem ruhigen Spaziergang durch die angrenzenden Teichlandschaften entspannten. Von hier aus ging es noch kurz zu einem Abstecher nach Elgin, bevor wir uns Mitten in Huntly ein B&B suchten, da dies ein guter Ausgangspunkt für die nächsten Tage sein sollte. Unsere Reiseplanung sah nämlich einen etwas längeren Aufenthalt vor, da es in diesem Gebiet auf einer relativ kleinen Fläche sehr viel zu sehen gibt. So starteten wir auch frühmorgens direkt zur Leith Hall einem schönen alten Herrenhaus mit einer grandiosen Gartenanlage, die leider zu dieser Jahreszeit noch nicht im vollen Glanz erstrahlte. Da wir mittlerweile wieder in einer Gegend Schottlands unterwegs waren, die ich von meinen bisherigen Besuchen kannte, freute ich mich auch ganz besonders auf das nächste Highlight, das Kildrummy Castle. Diese Ruine einer Festung aus dem 13. Jahrhundert, zählt noch immer zu einer meiner Lieblingssehenswürdigkeiten in Schottland. Auch dieser Besuch bestätigte meine Meinung ein Mal mehr. glenfiddich-9331.jpgNachdem wir mit Glenfiddich die wohl bekannteste Single Malt Destillerie Schottlands besucht hatten, stand noch ein ingenieurtechnisches Highlight auf dem Programm. Die legendäre Graigellachie Bridge, die das Wahrzeichen der Speyside ist. Sie wurde von 1812 bis 1814 von Thomas Telford erbaut und war mit ihren gut 46 Metern bahnbrechend für ihre Zeit. Wie eben beschrieben, besuchten wir die Glenfiddich Destillerie, was den Auftakt zum Besuch des Malt Whisky Trail darstellen sollte und über den erfahrt ihr alles weitere demnächst im Whisky Special.

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Bislang ein Kommentar

  1. 10. September 2014

    | 08:42

    […] zu lösen galt, war es, den ersten Dreier in der EM-Qualifikation zu holen und der Gegner war Schottland. Die Aufgabe wurde gelöst, die Punkte eingefahren, nur von dem im Vorfeld viel propagierten […]

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