Art for Europe

Kontinent der Kunst

Rückblick 2010 – Das Ende einer Reise

Das Jahr neigt sich dem Ende und da gilt es auch auf dieser Plattform zur Dokumentation von Kunst und Kultur in Europa einmal zurückzuschauen und dies gilt ganz besonders in diesem Jahr, denn es war ein wirklich bemerkenswertes Jahr für Art for Europe (A4E). Es sollte das Jahr werden, in dem nach fast genau sechs Jahren die große Reisephase endete und sich somit natürlich auch die Gesamtstruktur völlig neu ausrichten würde. Man muss berücksichtigen, dass ich seit Herbst 2004 unterwegs war, fast 20 Länder in Europa bereiste und mehr als 110.000 Photos geschossen habe. An dieser Stelle sei als erstes einmal erwähnt, dass ich auch zukünftig natürlich noch reisen werde, schließlich fehlen mir auch nach dieser Zeit noch wichtige Ziele in Europa aber es steht vor allem auch die Aufarbeitung des Geschehenen in meinem Fokus. Ich werde im nächsten Jahr eine völlig neue Firma gründen, die sich im Schwerpunkt mit dem Beraten und Texten im Bereich der Kunst und Kultur beschäftigt. Außerdem werde ich mich natürlich auch weiterhin der Auswertung des ganzen Materials widmen und mich weiterhin den verschiedenen Projekten, die seit 2010 laufen, widmen. Es ist nun endlich die Zeit gekommen, wo alle von dem über die Jahre entstandenen Kreativpool profitieren werden können.

Vom Ohr bis Portugal

Da dies aber ein Rückblick und kein Ausblick werden soll, werde ich damit beginnen, was sich seit Jahresbeginn schon alles getan hat und dies war eine ganze Menge. Zum Jahreswechsel 2009 / 2010 wurde mir klar, dass sich in meinem Leben einiges ändern musste, was sich auch körperlich zeigte, da ich doch etwas geschwächt in das Jahr gestartet war. Es standen 01_das_ohr_0498.jpgverschiedene Operationen und größere Untersuchungen an, die mich auch ein Stück weit mitnahmen. All dies war aber auch noch einmal eine gute Möglichkeit um zu sehen, wer in meinem direkten Umfeld, wo steht. Dieser reinigende Prozess sollte sich letztendlich über das ganze Jahr 2010 fortsetzen. Eine der angesprochenen Operationen war ein kleiner Eingriff an meinem Ohr, den ich eigentlich auch als Basis für ein sehr persönliches Kunstprojekt nutzen wollte. Es sollte ein Gemeinschaftsprojekt mit einer Kölner Künstlerin werden. Hier zeigte sich allerdings auch über das Jahr, dass die persönliche Ebene, zur angesprochenen Künstlerin, nicht groß genug war, um ein solches Projekt zu tragen, was zur Folge hatte, dass dieses Projekt nie umgesetzt wurde und dies war auch gut so, denn ohne eine ausreichende Basis hätte es kein Erfolg werden können.

Reisetechnisch standen zwei abschließende Highlights auf dem Programm. Zum einen stand die Tour nach Portugal an, in der ich Lissabon und das Umland besuchte und zum anderen die Niederlande. 02_28_6255.jpgPortugal war ein besonderer Tourabschnitt, der doch sehr speziell war und auf Grund verschiedener Faktoren zwischenzeitlich auch kurz vor dem Abbruch stand, was unter anderem mit Problemen im Bereich meines Equipments aber auch mit dem Wetter zu tun hatte, was ein arbeiten teilweise so gut wie unmöglich machte. Trotz dieser grundsätzlich nicht wirklich perfekten Voraussetzungen, die dieser Tourabschnitt mit sich brachte, zählt auch Lissabon mit zu den Highlights meiner Tour, denn es ist eine wundervolle Stadt mit liebenswürdigen Menschen, die man in jedem Fall einmal besuchen sollte. Natürlich bot sich hier auch gerade in der ersten Reisehälfte wieder die Möglichkeit für mich wundervolle Photokunstreihen entstehen zu lassen. Aber es gab hier noch mehr, denn auch kulinarisch gab es hier einige Highlights, die ich nicht missen möchte. Witzigerweise sollte mir die portugiesische Küche im Laufe des Jahres noch an ganz anderer Stelle wieder begegnen. Nach diesem vorletzten Teil der großen Reise durch Europa, stand zum Abschluss dann noch ein persönliches Highlight an.

Unsere Nachbarn

Der letzte Auslandsbesuch in 2010 stand dann im Frühjahr diesen Jahres auf der Agenda und es sollte an einen Ort gehen, den ich seit 2004 immer wieder besucht hatte und der für mich auch eine ganz besondere Bedeutung hat. Es ging zu unseren Nachbarn in die Niederlande und zwar auf das so sehr von mir geliebte Eiland Vlieland. 03_vlieland_7451.jpgHier war sie wieder, diese Weite, diese Freiheit die ich in meinem Leben so sehr brauche. Immerhin sprechen wir an diesem ganz besonderen Ort in Europa von der Sahara des Nordens, da es sich um die größte zusammenhängende Sandfläche Nordeuropas handelt. Selbstverständlich entstanden auch hier wieder wundervolle Photoarbeiten, auch wenn diese einen sehr kritischen Ansatz haben. Vlieland zählt für mich, neben der slowenischen Hauptstadt Ljubljana, mit Sicherheit zu einem der Plätze in Europa zu denen ich seit 2004 die größte Verbundenheit aufgebaut habe und deshalb natürlich auch immer wieder dort war. Es steht auch jetzt schon fest, dass ich beide Orte mit Sicherheit in meinem Leben wieder aufsuchen werde. Hier im unendlich weiten Sand sollte dann meine Reise, die mich Tausende Kilometer zu Wasser, auf Land und in der Luft über diesen wundervollen Kontinent geführt hatte auch erst einmal enden. Es sei aber auch erwähnt, dass der Plan an dieser Stelle eigentlich ein wenig anders war, denn es sollte eigentlich auch noch einmal zu unseren Nachbarn nach Österreich gehen.

Im Hochsommer stand eigentlich noch ein Besuch im wundervollen Salzburg an, welches ich zuletzt zum Beginn meiner Tour besucht hatte. Hier sollte HG Esch eines seiner großen Projekte für das Jahr 2010 präsentieren. Da dieser Künstler, neben 04_die_ameise_der_kunst_3208.jpgJonathan Meese, zu den Künstlern zählt mit denen ich mich auf meiner Tour auch immer wieder traf und schöne Zeiten verbringen dürfte, wollte ich diese Präsentation eigentlich nicht verpassen. Allerdings ergab es sich, dass ich just zu dieser Zeit den Projektsitz innerhalb des Kölner Kultstadtteils Ehrenfeld verlagerte und somit mein Atelier am Rande des Stadtteils auflöste und ab sofort aus dem Herzen Ehrenfelds agieren sollte. Dieser Schritt war natürlich auch mit einigen größeren logistischen Aufgaben verbunden, die es zu lösen galt. Nachdem ich in den letzten fast sechs Jahren aber schon Ateliers in Norddeutschland und Düsseldorf hatte, war auch dieser Schritt keine unlösbare Aufgabe und eine großartige Präsentation von HG Esch sollte ich später im Jahr auch noch besuchen dürfen. So steckte ich zur Jahresmitte mittendrin, in der großen Umbruchsphase, die eine weitere große Verbesserung für Art for Europe darstellen sollte. Was dieser große Wandel mit sich brachte, erfahrt Ihr dann im zweiten Teil dieses ganz besonderen Rückblicks.

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