Art for Europe

Kontinent der Kunst

Leverkusen – Kunst – Nacht

Seit gut einem Jahr lebe ich nun in meiner Traumruine im schönen Leverkusen, die immer mehr mein neuer KunsTraum wird und somit komme ich auch endgültig in meiner alten Heimat komplett an. Ich musste nun aber doch feststellen, dass ich manche Dinge in dieser Stadt immer wieder verdränge, was nicht immer gut ist, wie es sich auch dieses Wochenende zeigte. Es stand die 8. Leverkusener Kunstnacht auf dem Programm, die ich vor zwei Jahren das letzte Mal besucht hatte und danach einfach nur deprimiert war. Dies war auch der Grund dafür, dass ich die 7. Leverkusener Kunstnacht im letzten Jahr nicht besucht hatte. Finster erinnerte ich mich auch noch an all dies. Allerdings versprach das Programm in diesem Jahr doch einige Neuerungen und der Shuttle-Bus hielt unmittelbar vor meiner Haustür, es wäre also fahrlässig gewesen, es nicht noch einmal auszuprobieren, dachte ich mir. Selbst eisige Temperaturen, die schlagartig auf den Gefrierpunkt zugingen, und auch noch Regen, sollten mich nicht von meinem Plan abbringen. Hatte ich vor zwei Jahren nur meinen Heimatstadtteil Schlebusch besucht, dachte ich mir, es wäre sinnvoll diesmal woanders zu beginnen und fuhr so mit dem Shuttle-Bus über den Knotenpunkt in der City nach Opladen. Bis hierher kam mir leider kein Programm der Nacht unter, wo ich fest mitgerechnet hatte und es deshalb auch nicht im Internet ausgedruckt hatte.

Leere Busse und kein Programm
Die erste Location, die ich aufsuchte, fand ich auch noch ohne Programmheft und wurde von dem, was mich dort erwartete und als Kunst deklariert wurde, so erschlagen und zwar einmal mehr im negativen Sinn, dass ich mit dem gleichen Bus direkt wieder weiterfuhr. Auch die nächste Location sollte ich noch so finden. Der Effekt war doch sehr ähnlich, wobei ich nur wenig über die Qualität der hier präsentierten Kunst sagen kann, da es so voll war, allerdings nicht mit Menschen, die mir an diesem Abend so oder so äußerst selten begegneten, sondern mit Kram. Dekomaterial, Postkarten, Malbedarf und irgendwo dazwischen auch Kunstwerke. Auch hier musste ich mich dementsprechend schnell wieder entfernen. Leider noch immer ohne ein Programm, welches ich bis dahin nirgendwo gefunden hatte, machte ich mich auf zum nächsten Ziel einige Straßen weiter, vertrat mir auch noch den Fuß, was bedeutete, dass es ab diesem Zeitpunkt nur noch humpelnd voranging. Mangels Programmheft fand ich das nächste Ziel erst gar nicht. Es sollten noch weitere Frustrationen folgen, die ich hier gar nicht alle aufzählen möchte. Ein Garant für Kult bei diesen Kunstnächten, das Kulturausbesserungswerk (KAW), fiel für mich dann auch noch aus, da der Bus dorthin nur einmal in der Stunde fuhr und mir der Gehweg mit dem lädierten Fuß einfach zu weit war. Ich war bedient, verzichtete auf weitere Besuche in meinem Heimatstadtteil Schlebusch, die noch auf meinem Rückweg lagen und kam zu dem Fazit, dass das Einzige, was an dieser Nacht gut war, diese leeren Busse waren, der letzte den ich nutzte, ließ mich dann auch noch netterweise direkt vor meiner Haustür raus. Ein schönes Ende, eines unschönen Abends.

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Schade, bislang hatte noch keiner eine Meinung

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