Art for Europe

Kontinent der Kunst

Kunst Kultur und CSD in Köln

Was mache ich eigentlich so, wenn ich einmal ein ganzes Wochenende am Stück in meiner Wahlheimat Köln bin? Eine Frage die doch immer wieder aufkommt und nun gibt es endlich die Antwort. Es war wieder eines dieser Wochenenden an denen in Köln ordentlich was los war, denn es war Christopher Street Day (CSD). Nun muss ich einräumen, dass ich ein massives Problem mit Massenveranstaltungen habe und diese, wenn es nur irgendwie geht, umgehe. Dies gilt damit natürlich auch für den Hauptakt des CSD in Köln, die große Parade die quer durch die halbe Stadt geht und die vielen großen Partys, die in diesem Kontext natürlich auch stattfinden. Es sind mir einfach zu viele Menschen. Allerdings führt dieses Event auch einmal im Jahr dazu, dass sich natürlich auch auf kleiner aber feiner Ebene im Bereich Kultur sehr viel in der Stadt tut und dies ist natürlich optimal für mich und meine Dokumentation über Kunst und Kultur in Europa und somit stand auch das letzte Wochenende in meiner Wahlheimat völlig und ganz im Zeichen der Kunst und Kultur.

couples & relations

Nachdem ich am Freitag, nach meiner redaktionellen Arbeit für fairschreiben.de, noch einen sehr positiven Außentermin hatte, denn es wurden endlich die ersten Verträge für ein neues großARTiges europäisches Kulturprojekt unterzeichnet, in dem ich ab sofort mit dem Musiker und Klangkünstler Martin Hoemberg etwas völlig neuARTiges entstehen lassen werde, ging es auch schon in die erste Galerie. 01-drei-1-5034.jpgIn der Galerie DREI Raum für Gegenwartskunst traf ich mich mit meiner Kollegin und lieben Freundin Natascha Sonnenschein, um die es später in diesem Reisebericht noch ausführlicher gehen soll. Im DREI, dieser Mitten in der Kölner Innenstadt gelegenen Galerie, fand die Vernissage zu `couples & relations` statt. Hier zeigen noch bis zum 29. August 2009 zwölf internationale Künstler ihre Werke. Ehrlich gesagt überzeugten mich die hier präsentierten, zum Teil sehr hochpreiseigen Werke, eher weniger. Es waren vielleicht ein oder zwei interessante Objekte dabei aber im Schnitt muss ich sagen, wurden meine Erwartungen etwas enttäuscht. 02-drei-2-5037.jpgAuf Grund der internationalen Beteiligung an dieser Ausstellung, war natürlich auch das Publikum sehr international ausgerichtet, wobei sich dieses, zu einem großen Teil sehr schnell vor der Tür der Galerie auf der Strasse sammelte. Es wäre nun allen Beteiligten gegenüber nicht fair zu behaupten, dass dies in einem direkten Kontext zu der gezeigten Kunst stehen würde. Das Problem war viel mehr die brütende Schwüle, gegen die die Ausstellungsmacher zwar mit ausreichend kühlen Getränken agierten aber es half auch nicht wirklich. Nach einiger Zeit wurde es dann auch Natascha und mir zu heiß und wir zogen von der City aus weiter in den kulturell sehr ambitionierten Stadtteil Ehrenfeld, wo uns die nächste Vernissage an diesem Abend erwarten sollte.

around the world in a bad mood

Unter diesem Titel präsentiert hier im Ausstellungsraum Jürgen Bahr, über den ich schon häufiger berichtet habe, der Berliner Künstler Rinaldo Hopf noch bis zum 2. August 2009 eine große Auswahl grandioser Aquarelle. Zu letzt begeisterte mich der 1955 in Freiburg geborene Hopf an selber Stelle vor gut zwei Jahren, mit seiner letzen Soloausstellung die er an diesem Ort gezeigt hatte. Durch diesen positiven ersten Eindruck, stand für mich auch schnell fest, dass ich auch diese 03-hopf-bahr-1-5044.jpgVernissage nicht auslassen würde. Nun könnte man anhand des Ausstellungstitels auf die Idee kommen, dass es hier um einen deprimierten Blick auf die Welt oder das Reisen geht aber die Bilder drücken genau das Gegenteil aus. Sie brillieren einmal mehr, wie man es von Hopf oft gewohnt ist, durch ihre großartig Schärfe in Verbindung mit einer wundervollen Farbgebung. In dieser Werkschau zeigt sich ganz eindeutig, dass sich der Berliner Künstler doch sehr mit dem menschlichen (männlichen) Wesen auseinandergesetzt hat und so findet man in seinen Werken Jungs und Männer zu Wasser, zu Lande, zu Pferde und in der Luft. Warum er vom Thema Mensch so fasziniert ist, hat einen ganz einfachen Grund, wie der Künstler selbst sagte. Es ist der Weg vom Tier zum Mensch bis zu Gott. Denn neben den Menschen, spielen auch Tiere, wie zum Beispiele Pferde, Elefanten und Affen eine gewisse Rolle in diesen wundervollen Aquarellen. 04-hopf-bahr-2-5048.jpgIch muss einräumen, dass meine Erwartungen hier ganz und gar nicht enttäuscht wurden und es eine sehr gelungene Vernissage mit vielen illusteren Gästen war und natürlich wurde auch hier die Hitze mit ausreichend kalten Getränken bekämpft. Spät in der Nacht ging somit der erste Tag voller Kunst und Kultur in Köln zu Ende. Nach einer dementsprechend kurzen Nacht, widmete ich mich am Samstag erst einmal einem Entwurf dieses Berichtes und wertete auch schon einmal die ersten Photographien vom Vorabend aus, da es natürlich auch hier nicht nur um mein geschriebenes Wort gehen soll. Danach ging es auch schon wieder weiter, denn auch am Samstagabend sollte noch ein kulturelles Highlight auf mich warten.

Paradiesische Zustände

Nach zwei sehr englischen Ausstellungstiteln ist der letzte ein urdeutscher und man mag in ihm eine gewisse Konservativität verspüren aber dem ist ganz und gar nicht so. Denn nach einem sehr ausgelassen und frohen Freitag, folgte am Samstag dieser Leckerbissen der Kunst und zwar im Kunsthaus Rhenania im Turmatelier der zu Beginn schon angesprochenen Künstlerin Natascha Sonnenschein. 05-sonnenschein-1-5064.jpgHoch oben über den Dächern von Köln, direkt am Rheinauhafen zeigte diese Künstlerin, deren Weg ich nun auch schon seit fast einem Jahr verfolge, eine sehr spannende Auswahl ihrer Scanographien. Alles begann mit einem entspannten Sektempfang auf der Dachterrasse mit einem schönen Blick über die Stadt. Es folgte eine Performance der Künstlerin, die diese Paradiesischen Zustände dann letztendlich einleitete. Die gezeigten Werke überzeugten durch eine verträumte bis verspielte Ausdrucksart, die zum verweilen und versinken einlud. Dadurch, dass die Künstlerin ganz bewusst nur sehr wenige Gäste zu diesem sehr exklusiven Kunstevent eingeladen hatte, hatte man auch die benötigte Ruhe, um sich auf die Werke einzulassen und die Energie, die diese versprühen, in sich aufzusaugen. Für die Künstlerin selbst, stellte dieses Event auch gleichermaßen den sehr positiven Abschluss der ersten Jahreshälfte dar und bereitete den Weg in eine positive Zukunft. Bei dieser Veranstaltung und das wurde allgemein als etwas sehr Positives aufgenommen, war der gesamte Rahmen sehr schlüssig, von der Location über die Performance bis hin zur präsentierten Kunst und man darf nun schon gespannt sein, mit was sie uns in der zweiten Jahreshälfte noch so überrascht. 06-sonnenschein-2-5071.jpgAuch an diesem Abend wurde es wieder spät, da man bei dem, was einem  hier geboten wurde, auch einfach verweilen wollte. Wer nun meint ich lag die verbliebenden Stunden des Wochenendes faul in der Sonne, täuscht sich, schließlich musste irgendwann dieser Bericht auch noch fertiggestellt werden und außerdem habe ich, wie zu Beginn beschrieben, auch noch ein weiteres Projekt dem ich mich nun auch mehr und mehr widmen werde aber darüber schreibe ich in aller Ruhe in meinem nächsten Bericht.

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