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Kontinent der Kunst

Krips verlängert Ausstellung bei Bahr in Köln

Die Ausstellung von Marcus Krips `Krips KunstAbo` im Ausstellungsraum Jürgen Bahr in Köln, wird auf Grund ihres Erfolges noch bis zum 09. März 2008 verlängert. Sie endet dann mit einer Finissage, die am 09. März um 15 Uhr im Ausstellungsraum Jürgen Bahr beginnt, das Ende ist offen. Natürlich sind auch alle Leser recht herzlich zum Besuch dieser Veranstaltung eingeladen. Auf Grund der Verlängerung hatte ich auch die Möglichkeit, mich noch ein Mal in aller Ruhe im Ausstellungsraum Jürgen Bahr mit dem Künstler Marcus Krips zu unterhalten. In diesem Gespräch ergaben sich weitere interessante Hintergrundinfos, die ich Euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Außerdem bekommt Ihr mit diesem Artikel auch noch ein Mal einige Werke des Künstlers zu sehen.

Prägende Jahre eines Künstlers

krips-kunstabo-4.jpgKrips, der schon in seiner Jugend unter anderem in den Niederlanden und der Schweiz gelebt hat und aus einer Künstlerfamilie stammt, begann mit 15 Jahren in den Niederlanden zu malen. Geprägt durch seinen Großvater, aber auch durch seinen Vater, die beide als Künstler in Köln tätig waren, war sein Weg gewissermaßen vorbestimmt. Nach der Schule, auch ganz klar dadurch geprägt, dass seine Stiefmutter Gugu Ernesto, in der Zeit von 1978 bis 1988 eine Galerie mit einem Schwerpunkt für Fotografie und Malerei in Köln etabliert hatte und dies mit namhaften Künstlern, wie zum Beispiel Polke und Lüthi, gelangte er an die Kunstakademie nach Düsseldorf.

Hier studierte er 8 Jahre lang und beschloss auf einen Abschluss als Meisterschüler zu verzichten. Stattdessen wirkte er in der Künstlergruppe `Kunstpiraten` mit, aus der krips-kunstabo-5.jpgunter anderem der Krash-Verlag entstanden ist, für dessen Webauftritt er auch die Vorlagen für die `Master-Border-Buttons` kreierte. Anfang der 1990er begann er sich immer mehr mit der digitalen Welt auseinanderzusetzen und das an einem Amiga. 1991 lernte er LiLi kennen und es entstand nach einiger Zeit das Hauptwerk, des damals mit ihr gegründeten Projektes KritzKratz. Das aus vier Teilen bestehende Werk `KritzKratz City` mit einer Gesamtgröße von 8 x 2,5 Meter wurde zur Verarbeitung, der bis dahin unzähligen Ausdrucke der digitalen Arbeiten, erstellt und so entstand ein neues Gesamtkunstwerk.

KritzKratz City

Dieses Werk sollte prägend werden, denn auch in der Diplomarbeit an der Kunsthochschule für Medien spielte es eine große Rolle. Genau hier entstand die CD-ROM `KritzKratz City`, womit sich nicht nur im künstlerischen Sinne der Kreis wieder schloss. Begann damals alles digital am Amiga und ging dann über das angesprochene großformatige Werk in die reale Welt über, wurde es hier wieder digital. Die Geschichte von `KritzKratz City` war an dieser Stelle aber bei weitem noch nicht zu Ende, denn durch einen Kontakt zum Jülicher Forschungszentrum, entstand auch für dort eine große eigenen künstlerische `City`, was den Erfolg natürlich über die zahlreichen Auftritte auf verschiedenen Festivals hinaus, noch ein Mal auf ein breiteres Fundament stellte.

Auch wenn sich Krips dann wieder mehr seinen malerischen Wurzeln widmete, wodurch auch 1998 die Idee entstand, Zeichnungen in einer Form des Abos zu verkaufen, blieb der krips-kunstabo-6.jpgdem Digitalen immer treu. Die Synergien der verschiedenen Techniken und Ideen kommen heute mehr und mehr zum Vorschein, so wurde aus der Idee eines Abos mit den Zeichnungen, letztendlich das heutige Krips KunstAbo, welches auch die Grundlage zur aktuellen Ausstellung im Ausstellungsraum Jürgen Bahr ist. Rein digitale Pläne gibt es aber auch für die Zukunft, so will KritzKratz zwischen jetzt und der Rente, an einer neuen verbesserten Version der CD-ROM `KritzKratz City` arbeiten und sie auf den Markt bringen.

Wie Ihr seht hat Jürgen Bahr mit der Auswahl für diese Ausstellung ein Mal mehr Fingerspitzengefühl bewiesen und ein Besuch in seinen Räumen lohnt sich in jedem Fall.

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Schade, bislang hatte noch keiner eine Meinung

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