Art for Europe

Kontinent der Kunst

Kassel und der Erfolg

Gerade ging die documenta 13 in Kassel zu Ende und es gab einige Kritik im Vorfeld, die ich persönlich auch gerechtfertigt fand. Allerdings muss man einräumen, dass natürlich auch bei diesem Megakunstevent am Ende des Tages der Erfolg zählt. Auch wenn es hierbei um Kunst geht, nutzt man in erster Linie natürlich die Besucherzahlen, um den Erfolg zu bemessen. Auf genau dieser Grundlage spricht der Veranstalter von einem vollen Erfolg, vermeldete man doch einen Besucherrekord, was nichts anderes bedeutet, als dass das Konzept von Carolyn Christov-Bakargiev aufging. Bleibt die Frage offen, wo sich die Kunst im Moment allgemein hin entwickelt und ob es die Aufgabe der documenta ist, an dieser Stelle Einfluss zu nehmen. Der Kunstmarkt hat sich schon seit Jahren wirtschaftlich radikalisiert und spiegelt so die allgemeine Entwicklung in der Gesellschaft wider. Man hört von Kunst als Anlageobjekte, von Spekulationen am Kunstmarkt und hier ist es wichtig zu schauen, dass die Kunst an sich nicht leidet und vor allem, dass sie grundsätzlich frei bleibt und nicht auch noch zu einem reinen Spielball des globalisierten Raubtierkapitalismus wird, denn hier sucht man ständig nach neuen Spielzeugen. Welche Aufgabe oder Bedeutung Kassel in diesem Kontext hatte, kann man wohl noch gar nicht beurteilen und sollte sich natürlich auch an dieser Stelle mit Spekulationen zurückhalten. In fünf Jahren, wenn die ganz große Kunst dort wieder aufschlägt, wird man mindestens einen Schritt weiter sein, was all diese Fragen an geht und darf gespannt sein, was man dann geboten bekommt und wo der Kunstmarkt steht.

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Schade, bislang hatte noch keiner eine Meinung

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