Art for Europe

Kontinent der Kunst

Jahresendspurt mit Anton Corbijn

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Mehr und mehr setzt sich nun die nasskalte Jahreszeit durch, auch wenn das letzte Wochenende mit Herbst noch so gar nichts zu tun hatte. Beim aktuellen, schmuddeligen Herbstwetter zieht es mich erst einmal nicht so sehr vor die Tür, was aber auch kein Problem ist. Auf der einen Seite stehen nachdem erfolgreichen Abschluss der Feierlichkeiten zum 10. Geburtstag von Art for Europe (A4E), welche die letzten Tage und Wochen doch prägten, spannende, neue Projekte an, die geplant werden wollen und außerdem wird das Jahr mit einigen cineastischen Highlights ausklingen, was nur ein Vorgeschmack aufs kommende Jahr sein wird. 2015 wird ein Jahr werden, in welchem einige meiner absoluten Lieblingsfilme ein Vierteljahrhundert alt werden, was Anlass genug ist, über manche von ihnen zu schreiben. Wenn es um sprichwörtlich großes Kino geht, gelange ich auch ziemlich schnell, immer wieder bei Anton Corbijn, eine Person, welche nicht jedem etwas sagt, wobei eigentlich jeder seine Arbeit kennt. So hat der Niederländer, der schon lange in London lebt, sich doch bereits vor ewigen Zeiten einen Namen damit gemacht, dass er verantwortlich für die Covergestaltungen für die ganz Großen, von Depeche Mode über die Rolling Stones bis hin zu Herbert Grönemeyer, ist. Dies gilt aber natürlich ebenso für seine grandiosen Musikvideos. Über die Jahre und Jahrzehnte hat er sich aber auch dem Genre Spielfilm angenähert, was er auf diesem Gebiet geschaffen hat, wird hier zu einem anderen Zeitpunkt auch noch thematisiert, was schon zeigt, welche Rolle Corbijn hier in den letzten Tagen des Jahres spielen wird. Natürlich gibt es dafür auch einen ganz aktuellen Anlass und der hat etwas mit der Konzertreihe zum letzten Studioalbum von Depeche Mode zu tun.

Ein Bordell in Berlin
Es dauert keine zwei Wochen mehr und dann gibt es endlich wieder neues Material von Depeche Mode, einer der Bands, denen Anton Corbijn vom ersten Tage an eng verbunden ist. Es geht um ein Live-Album mit dem schlichten Titel Live in Berlin, was schon erklärt, wo die Aufnahmen zur Tour der Delta Machine entstanden sind. Dieses, aus fünf Silberlingen bestehende Album, hat aber nur einen schlichten Titel, alles andere ist ganz und gar nicht schlicht. Über 170 Titel in verschiedensten Formaten mit einer Laufzeit von fast sechs Stunden ist schon einmal eine echte Ansage. Neben dem Konzertfilm zu diesem 13. Studioalbum der Briten, der natürlich auf die Kappe von Corbijn geht, gibt es sehr viele Interviews und Hintergrundinfos aber auch noch ein richtig geniales Bonbon und zwar die so genannte Bordello Acoustic Session. Diese Session beinhaltet zwei wirklich Klassiker der Band, welche in Berlins ältestem Bordell, dem Salon Bel Ami, eingespielt worden sind. Man erkennt schnell, warum dieses Mega-Deluxe-Boxset ein Muss ist und ich mich jetzt schon, wie wahnsinnig freue. Diese Freude bezieht sich natürlich auf die grandiose Musik, denn Delta Machine war auch wieder ein geniales Album aber natürlich bezieht sie sich ebenso auf Corbijn und sein Zutun, denn er hat mittlerweile über all die Jahrzehnte bewiesen, wie absolut großartig er Musik in Bilder packen kann und dies ohne Stilstand aber auch ohne irgendwelchen Trends hinterherzujagen. Er hat eben seine ganz eigene Handschrift, was ihn auch so besonders macht. Anton Corbijn und Depeche Mode haben auch mich und meine Arbeit in den letzten Jahrzehnten geprägt, was sich auch in meinen anstehenden Projekten wieder zeigen wird, über die ich dann natürlich bei hÜlsberg – Die Sache mit dem Ü! berichten werde.

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Schade, bislang hatte noch keiner eine Meinung

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