Art for Europe

Kontinent der Kunst

Immer wieder Stade und Figueras

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Stade und Figueras sind beides Städte, die ich immer wieder gerne besucht habe und spätestens vom 10. September an gibt es nun auch eine direkte Verbindung der beiden Orte. Das Kunsthaus Stade, an welches ich ganz besondere Erinnerungen habe, präsentiert wieder einmal ein wirkliches Ausstellungshighlight und zwar das grafische Werk von Salvador Dalí (1904-1989). Dieses bekommt man noch bis zum15. Januar 2017 im Norden der Republik nähergebracht und dies wirklich nicht in der klassischen Art und Weise, was auch irgendwie nicht zu diesem außergewöhnlichen Künstler passen würde. Dalí ist ein Künstler, welcher mich schon mein ganzes Leben über begeistert und es war immer wieder ein Erlebnis, sich mit ihm und seiner Arbeit auseinanderzusetzen, ganz egal, ob ich dies in einer seiner zahlreichen Ausstellungen tat oder eben direkt in seiner spanischen Heimat. Sein ganzes Leben über sorgte er mit seiner Kunst und auch mit seiner Selbstdarstellung für große Aufmerksamkeit und prägte so die Kunstwelt. Dies brachte ihm viel Anerkennung aber auch immer wieder einiges an Kritik ein. Was allerdings völlig unbestritten ist, ist seine Bedeutung für die Kunst des 20. Jahrhunderts, welche man jetzt im Kunsthaus Stade aufsaugen kann. Dalí zählt bis zum heutigen Tage zu den radikalsten Gestaltern des Surrealismus, denn er brachte nicht nur etablierte Seh- und Denkweisen durcheinander, er brach auch immer wieder moralische Tabus, als programmatischer Bestandteil seines Schaffens. In einer von herkömmlichen Mechanismen befreiten Welt, machte er immer wieder Begierden, Fantasien und Ängste sichtbar und dies, wie bereits angedeutet, oftmals sehr radikal. Nicht nur seine ureigenste Bildsprache machte ihn dabei so besonders, sondern auch, dass er absolut virtuos arbeitete. So sind seine Zeichnungen, Gemälde und Grafiken detailgenau und oftmals geradezu altmeisterlich ausgeführt.

Die etwas andere Ausstellung
Wie am Anfang beschrieben, zeigt die Schau im Kunsthaus Stade nun Arbeiten aus Salvador Dalís grafischem Werk, Handzeichnungen und Illustrationen zur Weltliteratur oder eigenen Schriften. Mit seinen äußerst präzise ausgearbeiteten zeichnerischen Arbeiten zeigte sich Dalí immer wieder als bestechender Analyst und gleichzeitig auch als intellektuelle Triebfeder der Kunst des 20. Jahrhunderts. Was ein weiteres Indiz dafür ist, wie wichtig er für die Kunstwelt bis in die Gegenwart ist. Es sind auch diese Ausgangspunkte, welche der Ausstellung im Kunsthaus Stade als Leitfaden dienen, einen weltberühmten Künstler einmal etwas anders zu entdecken. Über ganze drei Etagen werden über 200 Werke präsentiert, was schon für sich spricht. So wird das Augenmerk dabei ganz gezielt auf seine Bildsprache gelenkt und seine Innovationen für die Kunst rundet das Gesamtbild dann ab. Immer wieder findet man an den Ausstellungswänden bildbegleitende Literaturpassagen und es gibt kunstvoll gestaltete Bücher in Vitrinen zu bestaunen. Es ist genau dieses Zusammenspiel von Künstlerpersönlichkeit, Selbstinszenierung und Kunstschaffen, welches dort kritisch betrachtet werden kann. Abgerundet wird all dies auf der einen Seite von Fotos und Filmbeiträgen, welche seine Arbeit dokumentieren. Auf der anderen Seite gibt es aber auch wieder viel Programm für jedes Alter, wie man es dort in Stade kennt und was für ein ganz besonderes Kunsterlebnis, im wahrsten Sinne des Wortes, sorgt.

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Schade, bislang hatte noch keiner eine Meinung

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