Art for Europe

Kontinent der Kunst

Highlands, Islands und das Wasser des Lebens

Wie die Überschrift erahnen lässt und wie ich es bereits angekündigt hatte, war ich für gut einen Monat in Schottland unterwegs. Auch dies Mal war ich nicht alleine unterwegs, sondern hatte ein Mal mehr wieder das Glück, die liebenswerte Britta an meiner Seite zu haben. Auch sie ist mittlerweile ein fester Bestandteil der Interessensgemeinschaft Art for Europe und unterstützt diese tatkräftig. Schottland hat natürlich außer dem bezaubernden Hochland, den Inseln und dem `Wasser des Lebens`, was übrigens ganz schlicht die Übersetzung des Wortes `Whisky` ist, noch viel mehr zu bieten. Es ist ein Paradies für jeden Botaniker, da es unzählige interessante Gärten und Parks gibt, die wir genauso besuchten, wie die unzähligen Burgen und Burgruinen, die dieses Land ebenfalls zu bieten hat. Schottland hat mit einer Fläche von etwas über 78.000 qkm etwa 20 Prozent der Fläche der Bundesrepublik Deutschland und etwa fünf Millionen Einwohner.

Nemo me impune lacessit

Einer der Leitmotive Schottlands ist `Nemo me impune lacessit`, was aus dem lateinischen stammt und soviel bedeutet, wie `Niemand reizt mich ungestraft` und wer die Geschichte dieses Landes kennt, weiß das dies sehr wörtlich zu nehmen ist. Man muss aber sagen, dass die Menschen die uns dort begegneten alle ausgesprochen offen und hilfsbereit waren und da wir wie immer auch niemanden reizten, hatten wir einen glencoe-lochan-6323.jpgtraumhaften Aufenthalt. Die Wetterverhältnisse, wie sie für Schottland sehr unüblich waren, was uns allerdings sehr entgegen kam, waren auch ein Traum. Die Temperaturspanne lag zwischen 7,5 Grad Celsius und 23,5 Grad Celsius. In diesem knappen Monat hatten wir gerade ein Mal an acht Tagen Niederschlag und wirklich geregnet hatte es gerade Mal an dreieinhalb Tagen. Da sich auch der Standard bei den Unterkünften, den so genannten Bed & Breakfast (B&B), seit meinem letzten Besuch vor gut zehn Jahren sehr gesteigert hat, hatten wir auch die Möglichkeit uns hier und da etwas zu erholen. Was bei dem Pensum, was wir vor uns hatten, auch hier und da nötig war.

Eine schottische Spezialität von der ich sagen muss, dass sie nicht wirklich zu meinen Favoriten gehört, ist das gekochte Frühstück. Dieses etwas andere Frühstück setzt sich passing-place-durness-8733.jpgmeistens aus Toastbrot, weißen Bohnen, gebratenen Champignons und Tomaten, sowie Würstchen (die eigentlich völlig geschmacksneutral sind), Speck und Rührei zusammen. Ein Vorteil dieser Mahlzeit, nachdem Verzehr braucht man in der Regel bis zum nächsten Frühstück nichts mehr zu essen. Ich habe es die ersten drei Tage geschafft, ab dann bin ich auf Rührei mit Speck bzw. mit Lachs und Toast umgestiegen. Außerdem Frühstück haben wir uns ansonsten meist selbst versorgt, da wir jeden Tag unterwegs waren. Anders hätten wir die Strecke von etwas über 5.000 Kilometern in dieser Zeit auch nicht bewältigen können. Denn gerade in den abgelegeneren Teilen des Landes, wie zum Beispiel Kintyre, was wir ziemlich zu Beginn der Tour ansteuerten, da wir etwas südlich von Glasgow gestartet waren, gibt es noch vielfach die so genannten Single Track Roads. Hierbei handelt es sich um einspurige Strassen, wo alle paar Meter so genannte Passing Places sind, an denen man den Gegenverkehr passieren lassen kann.

Berge, Burgen, Strände und natürlich Whisky

Für die gesamte Tour sollte uns eigentlich ein Ford Fiesta zur Verfügung stehen, allerdings erhielten wir vor Ort einen Alfa Romeo GT 1.9 JTV mit 150 PS in der Sportausführung. Man muss an dieser Stelle festhalten, dass dieses Fahrzeug gänzlich ungeeignet für die zu bewältigenden Strecken war. Ich hätte es auch eigentlich fast geschafft den Wagen an einem Stück wieder abzugeben, aber eben nur fast. Ein weiteres Fortbewegungsmittel, außerdem Flugzeug mit dem wir von Weeze am Niederrhein nach eilean-donan-6822.jpgPrestwick bei Glasgow und später von Edinburgh nach Köln flogen, waren die Fähren. Denn außer den atemberaubenden Kulissen, die einem die Highlands immer wieder bieten, besuchten wir mit Skye, Harris und Lewis auch drei Inseln der Inneren bzw. Äußeren Hebriden. Auch hier wurden wir von der Landschaft verzaubert. Ein absolutes Highlight dieses Tourabschnitts waren die Strände auf Harris. Als Highlight der gesamten Tour wiederum muss man die Burgen ansehen, die uns überall begegneten und begeisterten. Persönlich bin ich dann doch mehr der Fan gepflegter Ruinen und weniger ein Freund der protzigen Royalen Bauten. Die diversen Ruinen eigneten sich natürlich auch immer wieder hervorragend als Kulisse für meine Photokunst. Erste Werke werden schon bald auf meiner offiziellen Website zu sehen sein.

Natürlich widmeten wir uns auch dem angesprochenen Wasser des Lebens, denn für Whiskyliebhaber, zu denen ich mich zähle, ist dieses Land einfach das Land der Länder. Denn hier gibt es unzählige der besten Destillerien für Single Malt Whiskys. Viele von ihnen kann man auch besichtigen, man kann probieren und sehr viel rund um diese dalwhinnie-6602.jpghochprozentige Leckerei lernen. Die meisten Destillerien befinden sich in der Umgebung des kleinen Städtchen Huntly, auf dem so genannten Malt Whisky Trail, den wir natürlich auch besuchten. Aber auch außerhalb dieses Pilgerweges für Whiskyliebhaber gibt es viele Destillerien, die man ein Mal besucht haben sollte. Aber es gab noch soviel mehr was in dieser Zeit geschehen ist, wie zum Beispiel der Besuch einer grandiose Fotoausstellung in Anlehnung an Bob Dylans Hard Rain oder der Besuch des nördlichsten Punktes der Insel und natürlich bleibt auch noch zu erklären, warum dieser Teil der Tour spontan um einen Besuch in England erweitert wurde. Da dies natürlich nur der erste Bericht in einer ganzen Reihe von Berichten über die Zeit auf der Insel ist, werden aber auch diese Geheimnisse noch gelüftet werden. Aber eben erst beim nächsten Mal.

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