Art for Europe

Kontinent der Kunst

Herbstliche Nächte der Kunst und Kultur

Da sind wir wieder Mitten im Herbst und dies bedeutet vor allem auch wieder lange Nächte und zwar die der Kunst und Kultur bzw. der Museen. Am vorigen Wochenende stand bei mir meine alte Heimat Leverkusen und auch Remscheid auf dem Programm. Vor zwei Tagen stand dann die 11. Lange Nacht der Kölner Museen an, die ich allerdings in diesem Jahr ausfallen ließ, da ich zum einen im letzten Jahr dort war und zum anderen, auch eine Ausstellung in der art lounge, der Galerie mit Herz von Regina Nußbaum im Kölner Kultstadtteil Ehrenfeld begleitete und so meine ganz eigene lange Kunstnacht hatte. Außerdem stand ab Sonntag auch schon wieder einiges auf der Agenda, da es galt `FRANKFURT : EUROPA : KÖLN-Eine Kunstreise` vorzubereiten, denn diese Gruppenausstellung wird in zwei Tagen, also am 10. November 2010 ab 18 Uhr mit einer Vernissage in der art lounge eröffnet und zeigt unter anderem auch noch einmal einige spannende Werke von mir und natürlich auch von Regina Nußbaum.

FRANKFURT : EUROPA : KÖLN-Eine Kunstreise
Am 20. Oktober 2010 feierte mein Projekt Art for Europe den 6. Geburtstag und anlässlich dieses Termins beschloss ich zusammen mit Regina Nußbaum noch ein Highlight in diesem Zusammenhang zu setzen. Deshalb zeigt die art lounge, wie 01hbg_by_hrabar_img_2937.jpggesagt, vom 10. November bis zum 01. Dezember 2010 eine Gruppenausstellung, die meinen kreativen Weg und den einiger ausgewählter Künstler, die diesen in den letzten fast 20 Jahren kreuzten, nachzeichnet. Es werden Werke und Künstler zu sehen sein, die einen Bezug zu der Planung meines ersten Kreativbüros in Frankfurt hatten. Dann geht es natürlich auch um die Zeit vor und während meiner Reise durch Europa bis hin zu meiner heutigen Berufung als freiberuflicher Art Director und Kopperationspartner von Regina Nußbaum. Eine Gruppenausstellung voller bunter Überraschungen und sehr viel Dynamik, die man nicht verpassen sollte, denn ich werde mich mit dieser Gruppenausstellung nach einem erfolgreichen und turbulenten Jahr 2010 für längere Zeit als Künstler verabschieden. Natürlich werde ich Regina Nußbaum und ihrer art lounge auch weiterhin als freiberuflicher Art Director und Kooperationspartner in 2011 zur Verfügung stehen aber im Schwerpunkt werde ich mich ganz und gar den Bereichen Art Consulting und Journalismus widmen, womit ich dann auch ausreichend beschäftigt sein werde, was erklärt, warum ich als Künstler kürzertreten werde. Natürlich werde ich im Hintergrund auch noch weiterhin künstlerisch tätig sein aber eben nur im Hintergrund.

Zu der Kunstnacht in meiner alten Heimat Leverkusen, die ich in unregelmäßigen Abständen immer wieder besucht habe, muss ich doch sagen, dass es diesmal eher sehr deprimierend war. Ich muss allerdings auch einräumen, dass ich mich diesmal nur im Stadtteil Schlebusch aufgehalten habe und die hier gezeigte Kunst war qualitativ nicht sehr ansprechend bzw. 02akustik_grenzenlos_img_2820.jpgwar Abwanderung ein großes Thema bei einigen Künstlern und auch in den Werken. Alles in allem wurde mir noch einmal sehr klar, warum ich mich schon vor langer Zeit künstlerisch von dort verabschiede habe und mittlerweile bin ich gar nicht mehr so alleine. Nach diesem Erlebnis ging es dann am Folgetag in Remscheid weiter, wobei ich mich hier auf ein Ziel fixiert hatte und zwar das Atelier von Heide-Marie Hrabar und wer mich kennt, weiß, dass so etwas dann meist kein Zufall ist. Heide-Marie Hrabar ist im Moment dabei wohl auch bald zum erlesenen Kreis des viel zitierten Kreativpools zu gehören, denn außer das sie Ausdrucksmalkurse anbietet, ist sie vor allem auch eine bewundernswerte Künstlerin. Der Abend in ihrem Atelier war sehr angenehm und auch richtig gut besucht. Dies lag auch daran, dass es eine Action-Painting-Performance zu den Klängen der Jungs von `Akustik Grenzenlos` gab und die waren echt der Hammer. Nach einer tollen Nacht mit viel Kunst und Kultur im Bergischen, sollte es aber auch direkt schon am nächsten Tag wieder spannend weitergehen.

Begegnung
Nachdem es eine Nacht war, die ich eher nicht als harte Arbeit bezeichnen würde und ich sogar auch mal wieder gemalt habe, stand nun wieder ein wenig Beratung an. Es ging um die anstehende Einzelausstellung `Begegnung` von Heide-Marie Hrabar, die am 16. November 2010 um 19 Uhr mit einer Vernissage im Rathaus in Wuppertal-Elberfeld eröffnet wird. Die 03atelier_hrabar_img_2807.jpgKünstlerin wird dort über 20 Werke auf Papier und Leinwand präsentieren. Die gelernte Fotografin, die außerdem Mitte der 1980er bis Anfang der 1990er auch noch Freie Kunst und Freie Grafik bei Professor Sóvak an der Fachhochschule in Köln studierte, zeigt in dieser Ausstellung, die noch bis zum 17. Dezember diesen Jahres zu sehen sein wird, neuere Arbeiten. Setzt man sich mit den dort ausgestellten Werken auseinander und diese Auseinandersetzung soll hier ganz dem Ausstellungstitel folgend, eher eine Begegnung sein, wird einem bald klar, dass man sich häufig selber wieder findet. Themen die einem in dieser Werkschau begegnen sind immer wieder Menschen und damit natürlich vor allem auch die Menschlichkeit in den verschiedensten Formen. Es geht aber weit über dies hinaus, denn diese stimmungsvollen, zum Teil auch auf den ersten Blick schon einmal diffus und wild erscheinenden Bilder, zeigen auch ganze Seelenlandschaften. Ein Geheimnis ist es tatsächlich diesen Werken zu begegnen, sich von ihnen berühren zu lassen, mit ihnen in ihrer ganzen Tiefe zu kommunizieren. Es sind die Dialoge, die hier zwischen dem Betrachter und den Werken entstehen sollen, die den großen Reiz dieser Ausstellung ausmachen.

Die Besonderheiten der Weiblichkeit, die Besonderheiten des weiblichen Wesens mit allen Facetten, begegnen einem im Werk von Heide-Marie Hrabar auch immer wieder. So erkennt man oftmals schwangere Frauen, Paare, sich zugeneigte und abgewendete Personen, die plötzlich aus der Tiefe der Farbe förmlich aus der Deckung herausspringen und hier findet man 04hrabar_kunst_img_2763.jpgso gleich noch ein Geheimnis dieser Ausstellung, den Faktor Zeit. Denn man braucht Zeit, was natürlich erst einmal ganz und gar der heutigen schnelllebigen Lebenswirklichkeit widerspricht. Aber man wird keine Begegnung mit einem dieser Werke haben, wenn man sie nur hektisch und oberflächlich an sich vorbeiziehen lässt. Die Werke würden es merken und ihre Geheimnisse so niemals offenbaren. Die hier gezeigte Kunst ist so angelegt, dass man sich einlassen muss, man muss die Augen öffnen und zum Teil das Sehen neu lernen und desto mehr man diesen Ansätzen folgt, desto intensiver wird die Begegnung mit jedem einzelnen Werk. Man erkennt auch an dieser Ausstellungsbeschreibung, warum Heide-Marie Hrabar wohl bald zum Kreativpool gehören wird, denn genau solche Menschen, die anders arbeiten und durch Qualität überzeugen, suche ich. Man sieht auch der Herbst bleibt voller Spannung und toller Kunst und Kultur und so soll es doch auch sein.

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Bislang ein Kommentar

  1. 15. November 2010

    | 00:14

    [...] Am Samstag stand der große Klassiker 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach in Köln an, also das totale Kellerduell. Der Tabellenletzte Gladbach putzte mit den Kölner den [...]

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