Art for Europe

Kontinent der Kunst

Es bleibt wortreich

Wie zuletzt angekündigt, stand Großes in der art lounge, der Galerie mit Herz von Regina Nußbaum im Kölner Kultstadtteil Ehrenfeld, an. Da ich die art lounge auch in diesem Jahr als Art Director unterstützen werde, beschlossen wir gemeinsam das Galeriekonzept auf noch breiter Beine zu stellen, um ab sofort noch mehr Kulturarbeit leisten zu können. Natürlich gibt es nichts besseres, als einen solch positiven Wandel, gleich mit einem Highlight zu beginnen und da die letzten Tage in Köln ganz allgemein im Zeichen der großen Wortkunst standen, da vom 16. März bis zum 26. März  2011 die lit.COLOGNE zum elften Mal auf dem Programm stand, griffen wir die Gelegenheit auf, um ebenfalls ein wortreiches Zeichen zu setzen. Ich bin sehr froh zu diesem Anlass `Pete McBird and the Children of Invention` unter Federführung des aus Remscheid stammenden Wortkünstlers und Autors Peter Vogel für diesen besonderen Anlass gewinnen zu können. Als ich die Manuskripte für den Abend bekam, konnte ich es schon kaum noch abwarten, all dies live zu erleben, vor allem auch da ich wusste, dass er nicht alleine sein würde und es eine großartige Performance geben würde.

Ein Kultraum der Kultur schafft
Kunst und Frühlingsfieber waren zwei der großen Thema an diesem ganz besonderen Samstagabend in der art lounge. Dies lag natürlich auch daran, dass die gleichnamige Kunstausstellung von Regina Nußbaum in diesem Rahmen noch bis zum 30. April verlängert wurde. Darüber hinaus spielte es aber natürlich auch einen nicht unerheblich Rolle in dem, was `Pete McBird and the Children of Invention` 01_vogel_al_3552.jpgauf die Beine stellten. Außer dem Meister des etwas anderen Wortwitzes mit großem Tiefgang, Peter Vogel, waren auch noch Matze Vogel, Eva Dreier und Sophia Vogel mit am Start. Katharina Lüdin, die ebenfalls schon angekündigt war, konnte an diesem Abend leider nicht dabei sein, da sie in Stuttgart am Theater gebraucht wurde. Dieser Ausfall wurde allerdings perfekt von einen weiteren Talent kompensiert und so stand Daniel Damm noch mit im Rampenlicht. Was die Gäste und natürlich auch Regina Nußbaum und ich an diesem Abend geboten bekommen sollte, kam nicht nur sehr gut an, sondern übertraf auch noch unsere Vorstellungen. Wir freuen uns jetzt schon in unregelmäßigen Abständen weitere Highlights in diesem Kontext bieten zu können und so in diesem Kultraum eben neben der Kunst von Regina Nußbaum noch viel mehr Kultur zu schaffen und das natürlich auch weiterhin mit viel Herzblut.

Die art lounge hat in ihrem über zweijährigen Bestehen schon einiges erleben dürfen und es gab natürlich auch schon Aktionen, die weit über reine Werkschauen der Inhaberin und anderer Künstler hinausgingen aber natürlich war es doch sehr auf Malerei und einige Installationen beschränkt. Um nun ein noch größeres Publikum zu erreichen, beschlossen wir eben dieses erfolgreiche Konzept noch auszuweiten. 02_kunst_al_3564.jpgNatürlich muss sich auch diese kulturelle Expansion erst noch etablieren, wie es eben mit etwas Neuem eigentlich immer ist aber nach diesem tollen Samstagabend sind wir außerordentlich optimistisch, dass uns auch dies gelingen wird. Man darf natürlich auch nicht vergessen, dass die Galerie in einem Stadtteil ansässig ist, der sehr viele kulturelle Highlights bietet und da ist es schön sich einreihen zu können und Möglichkeiten gibt es natürlich ohne Grenzen, da in der Domstadt ganz allgemein kulturell immer etwas los ist. In diesem Monat war es eben die lit.COLOGNE und schon im nächsten Monat steht das Großevent im Bereich der Kunst überhaupt an, denn dann steht wieder einmal die ART COLOGNE ins Haus und dies bedeutet natürlich auch in diesem Jahr wieder ein Feuerwerk an Ausstellungen, Events und vielem mehr. Es sei schon einmal verraten, dass es natürlich, trotz der Verlängerung von `Frühlingsfieber` auch im April eine spannende, weitere Ausstellung von Regina Nußbaum geben wird.

Eiszeit
Aber warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so greifbar ist. Deshalb komme ich noch einmal auf dieses großartige Wochenende zurück, an dem sich auch wieder gezeigt hat, wie wichtig der Bereich des Netzwerkens auch auf dem Gebiet der Kunst und Kultur ist. Was an diesem Abend gerade auch von den Protagonisten der Gruppe `Pete McBird and the Children of Invention`, 03_coi_al_3584.jpgalso von Peter Vogel, Matze Vogel, Eva Dreier, Sophia Vogel und Daniel Damm in verschieden Szenen und Stilrichtungen dargeboten wurde, war einfach nur ganz, ganz großartig und zog das Publikum völlig in ihren Bann. Es gab von allem etwas. Es war lustig, was sowohl am Wortwitz von Peter Vogel lag aber auch hier und da an den wirklich komischen Szenen, die dazu aufgeführt wurden. Ebenso war es aber auch tiefsinnig und sogar auch höchst dramatisch und genau diese Mischung machte es so besonders. Für diesen ersten Auftritt und dies bezieht sich sowohl auf `Pete McBird and the Children of Invention`, wie auch auf den Spielort, die art lounge, war es mehr als nur ein Erfolg, denn man schaute danach, sowohl bei den Veranstaltern, wie auch bei den teilnehmenden Protagonisten und vor allem auch beim Publikum in höchst zufriedenen und begeisterte Gesichter und einen größeren Lohn konnte dieser Abend gar nicht bieten. Nach so einem Start, kann man nur sagen, dass wir so weiter machen werden und `Pete McBird and the Children of Invention` wünschen, dass sie noch viele gemeinsame Auftritte an anderen spannenden Orten haben werden.

Eines möchte ich aber noch ganz besonders hervorheben und zwar `Eiszeit (zu1/5 geklaut)`. Dieser wundervolle Text, den Peter Vogel schon im Jahr 1982 geschrieben hatte und ihn aus der Erinnerung im November 2009 noch einmal nachgeschrieben hatte, war nicht nur ein lyrisches Highlight dieses Abends, auch die Umsetzung auf der Bühne war einfach nur gelungen und grandios. 04_eiszeit_al_3656.jpgDie Dramatik, die sich hier abspielte, war fassbar und erfüllte den ganzen Raum. Für mich persönlich war dies der größte Augenblick an diesem Abend und es schien auch die Meinung des Publikums gewesen zu sein. Dafür, dass die Truppe in dieser Form, wie bereits gesagt, noch nie aufgetreten war und der Vorbereitungszeitraum doch auch mehr als überschaubar war und man auch noch aus vielen verschieden Teilen Deutschlands anreiste, war es einfach kaum zu glauben, was hier präsentiert wurde. Man spürte nicht nur die Freude und den Spaß der Beteiligten, sondern vor allem auch die hohe Professionalität und so etwas zahlt sich natürlich aus. So bleibt zum Ende nur zu sagen, dass es ein sehr schöner und sehr gelungener Abend mit vielen Wörtern und mit einer wunderbaren schauspielerischen Darbietung war und dies alles umrissen mit der Einzelausstellung `Frühlingsfieber` von Regina Nußbaum. Mehr Kultur an einem Ort geht schon kaum noch und das erfüllt natürlich auch mich mit großer Freude und Zufriedenheit, weshalb ich mich auch noch einmal ganz herzlich bei allen Menschen, die dies möglich gemacht haben, bedanken möchte.

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Schade, bislang hatte noch keiner eine Meinung

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