Art for Europe

Kontinent der Kunst

Eine Woche voller Tod

Der Tod gehört zu jedem Leben, denn er ist das natürlich Gegenstück zur Geburt und vor allem ist er unvermeidlich und trifft jeden von uns. Der Tod hat aber natürlich auch einen festen Stellenwert in der Kunst und Kultur, auch wenn der Umgang mit diesem Thema leider in der Gesellschaft ganz allgemein vielfach noch ein Tabuthema ist. Dies gilt es zu verändern, was auch an den verschiedensten Stellen versucht wird. Einer dieser Versuche, an dem ich mich selber beteiligt habe, war vor einigen Jahren ein Fotowettbewerb im Bergischen Land unter dem Titel Leben auf dem Friedhof. Mein preisgekrönter Beitrag zu diesem Thema löste in mir etwas aus. Ich hatte mich schon seit Ende der 1980er mit dem Thema Friedhöfe auseinandergesetzt, allerdings tat ich dies nach diesem Wettbewerb noch wesentlich intensiver und so wurde diese Auseinandersetzung auch ein Teil meiner Dokumentation über Kunst und Kultur in Europa, denn ich besuchte während meiner Reise über diesen wundervollen Kontinent unzählige Friedhöfe und so entstanden auch immer wieder verschiedene Werkreihen zu diesem Thema.

Der Tod ist nicht alles
Wie zum Beginn schon erwähnt ist der Tod aber nicht alles, er ist nur ein Teil eines Zyklus und so beschäftige ich mich in meiner künstlerischen Arbeit mindestens ebenso intensiv mit dem Leben und all seinen Facetten, denn es wäre in meinen Augen der völlig falsche Weg, sich nur auf den Tod zu fixieren, alleine schon weil es zu einer völligen Überfrachtung kommen würde, die nicht hilfreich dabei wäre, etwas gegen die Tabuisierung dieses Themas zu tun.01_chongqing_08_small.jpg Genau dies kann man in dieser Woche bei der ARD erleben, denn dort gibt es gerade die Themenwoche zum Thema Tod, also eine Woche voller Tod und dies ist nicht nur anstrengend, sondern auch schon nervend. Anstatt, dass man dieses durchaus wichtige Thema in einer angemessenen Dosis immer wieder im Programm hat, ist auf einmal alles mit Thema Tod verbunden, von Talkshows über Die Sendung mit der Maus bis zu Infoformaten, wie zum Beispiel dem Morgenmagazin. Somit läuft man Gefahr das genaue Gegenteil zu erreichen, was bedeutet, dass sich die Menschen diesem Thema gegenüber doch wieder verschließen und genau so sollte es nicht sein. Es ist eben auch an dieser Stelle wichtig, dass die Dosierung stimmt und vielleicht berücksichtigt man dies in Zukunft einfach etwas besser und kommt dem gutgemeinten Ziel so etwas näher.

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Schade, bislang hatte noch keiner eine Meinung

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