Art for Europe

Kontinent der Kunst

Ein ganz besonderes Himmelfenster

Heute möchte ich die Gelegenheit nutzen und auf eine Künstlerin aus Algetshausen in der Schweiz hinweisen, die ich allerdings nicht während meiner Reise durch Europa, auf der ich mich von 2004 bis 2010 befand, kennenlernte, sondern durch meine Netzwerkarbeit. Hier zeigt sich wieder sehr deutlich, wie wichtig in der heutigen Zeit, auch im Bereich der Kunst und Kultur, der Aufbau von Netzwerken, gerade auch über das Internet, ist. Genau dort kreuzten sich dann auch die Wege zwischen Barbara Stuker und mir. Um besagte Künstlerin soll es nun auch in diesem Beitrag gehen. Man darf sich auf eine ganz besondere und farbenfrohe aber auch sehr formreiche künstlerische Reise freuen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es im künstlerischen Werdegang immer ein Meilenstein ist, wenn man das erste Jahrzehnt des künstlerischen Schaffens hinter sich gelassen hat und auch dies gelang Stuker problemlos, denn die Kunst trat im Jahr 2000 in ihr Leben und man kann wohl sagen, dass es eine Bereicherung für sie war und dies spürt man auch in ihren Werken.

Der Weg
Barbara Stuker hat sich eigentlich schon ihr ganzes Leben lang für die Kunst begeistert, was sich seit der Jugendzeit vor allem im Malen und Zeichnen zeigte. In dieses Bild passt dann auch eine zweijährige Lehre als Dekorateurin und es sollte sich noch wesentlich weiter manifestieren, weit über reine Kreativität hinaus. So lernte sie das Aktzeichnen in der A. Kobel Schule in St. Gallen, beschäftigte sich aber auch ausgiebig mit der Farbenlehre nach Goethe. Ihre Fähigkeiten im Bereich des Aktzeichnens vertiefte sie dann noch im Dachatelier von Anita Giorgetta aber auch an der Roman Menzi Schule für Gestaltung, ebenfalls in St. Gallen. Die so erworbenen, großartigen Fähigkeiten nutzt sie natürlich bis zum heutigen Tage. Die Autodidaktin begann pünktlich zur Jahrtausendwende damit, mit verschiedenen Materialien zu experimentieren. Hierbei spielte Sand ebenso eine Rolle, wie Gipsbinden, Eierschalen, Asche aber auch Scherben und Papier. Über diesen Prozess fand sie ihren Weg, ihren Stil, der sich bis zu ihren aktuellen Werken, wie ein roter Faden, durch ihr Schaffen zieht.

Bauchsprache-Bilder
Ein wichtiger Bestandteil des Werkes von Stuker sind die Himmelfenster-Bilder. Die Künstlerin selbst sagt über diese Arbeiten, dass es so etwas wie Bauchsprache-Bilder sind. Ein höchst interessanter Ansatz, den man sehr gut versteht, wenn man sich näher mit den Arbeiten beschäftigt. Man erkennt sehr deutlich einen hohen Grad an emotionaler Tiefe, der sich dort widerspiegelt. Es sind diese endlosen, tiefen Seelenlandschaften, die hier festgehalten werden. Das Spiel mit der Intensität von Farbe und Form, messerscharf  und glasklar gegenüber dem endlosen Farbfluss in dem man einfach von der Strömung mitgerissen wird. Die Verwirrung in der Klarheit wird sehr deutlich und wirft Fragen auf, die zugleich auch wieder beantwortet werden. So etwas auf der Leinwand zu bannen, sagt natürlich auch viel über das hohe Maß an Qualität aus, welches man diesen Arbeiten zusprechen muss. Aber natürlich hat die Künstlerin noch viel mehr in ihrem facettenreichen Sujet.

Licht und Schatten
Die gerade besprochenen und hier gezeigten Himmelfenster-Bilder entstanden im Jahr 2005 und natürlich entwickelte sich Stuker seitdem auch wieder weiter, denn auch für sie gilt, dass der Stilstand das Ende bedeuten würde. So ist auch sie durchaus als eine Getriebene der Kunst zu bezeichnen, was man durchaus als Lob verstehen muss. Titel, wie `Zellen der Schöpfung`, welches auch zur gerade angesprochenen Serie gehört, geben natürlich auch einen klaren Blick in die Gedankenwelt der Künstlerin, die ebenso klar strukturiert daher kommt, wie die Werke auch. Es ist diese Mischung, zum Teil auch das Verbinden verschiedener Stilrichtungen und dies auch gerne schon einmal in einem einzigen Werk. Auch hier findet man natürlich einen Qualitätsnachweis, denn das Emotionale so mit dem Rationalen verknüpfen zu können, will auch erlernt sein bzw. gekonnt umgesetzt werden. Man merkt deutlich, dass Stuker das rein Dekorative schon lange Zeit hinter sich gelassen hat und in einer ganz anderen Liga angelangt ist.

Struktur im Fluss
Was an Stuker einfach fasziniert ist dieses grandiose Zusammenspiel zwischen den genannten klaren Strukturen, die große Systeme erkennen lassen und dann wieder dieser weiche, menschliche Fluss, der den Bildern auch immer wieder eine so entspannende bis meditative Aussage verleiht. Es ist schön, wenn Menschen Bilder schaffen, die sowohl zum Denken, wie auch zum Fühlen anregen und dabei noch eine große Vielfalt bieten, ohne einen roten Faden vermissen zu lassen, genau dies ist beim Gesamtwerk von Stuker der Fall und macht die Kunst zu etwas ganz Besonderem. Für mich persönlich ist es sehr wichtig von Werken angesprochen zu werden, sie müssen mich einladen zu verweilen, in ihnen zu lesen und darin zu versinken, wenn ein Künstler dies schafft, hat er mich auf seiner Seite. Man kann sich vorstellen, dass ich, nicht nur durch meine angesprochene Reise durch Europa, sehr viel Kunst in meinem bisherigen Leben gesehen habe, da ist es umso schöner, dass mich Künstler und ihr Schaffen noch immer begeistern kann, es zeigt mir, wie viel es auf diesem schönen Kontinent noch immer zu entdecken gibt.

Sichtbarkeit
Natürlich kann man das Werk von Stuker auch im Internet außerhalb dieser Plattform für Kunst und Kultur in Europa betrachten und die Werke waren natürlich auch schon in einigen Ausstellungen zu sehen und dies wird selbstverständlich auch in Zukunft weiterhin der Fall sein. Zukunft ist ein sehr interessantes Stichwort, denn natürlich hat die Künstlerin erst einen Teil ihres Weges hinter sich gebracht und hat noch einiges vor sich. Dies bedeutet nichts anderes, als dass man auch in Zukunft auf diesen Namen achten sollte, denn Ideen und Möglichkeiten sind noch ausreichend vorhanden, so dass sie uns bestimmt mit weiteren faszinierenden Werken überraschen wird. Ich für meinen Teil bin froh, einmal mehr auf eine Künstlerin getroffen zu sein, die ich auch weiterhin im Augen behalten werde, denn ich weiß, dass es sich lohnen wird. Dies soll es nun aber auch gewesen sein, mit diesem virtuellen Ausflug in die schöne Schweiz und man darf gespannt sein, wo es mich als nächstes hin verschlägt.

Freude teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • Digg
  • email
  • Facebook
  • Fark
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • LinkedIn
  • Twitter

Bislang ein Kommentar

  1. 23. April 2013

    | 18:00

    Sehr schöner Bericht lieber Thorsten. Die Bilder der Künstlerin sind sehr ausdrucksstark.
    Danke für die Info. Hab einen schönen Abend.
    Liebe Grüsse
    Johanna

Auch Deine Meinung zur Kunst ist wichtig