Art for Europe

Kontinent der Kunst

Drogen und Öl statt Kultur

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Es ist schon erstaunlich, dass immer wieder versucht wird, von einem Kampf der Kulturen zu sprechen, wobei es tatsächlich um einen Religionskrieg geht. Interessant ist dabei vor allem auch, warum immer wieder Personengruppen im Namen des Islams die Möglichkeit geboten bekommen, religiöse Kulturschätze zu vernichten, die übrigens nicht immer nur christlicher Herkunft sind. Dies war schon in Afghanistan, kurz vor dem Einmarsch der mittlerweile gescheiterten, christlich geprägten, westlichen Allianz so und setzt sich jetzt im Irak und Syrien in ganz ähnlicher Art und Weise fort. Ganz anders sieht es da übrigens aus, wenn es um die Kontrolle von Drogen und Öl in den jeweiligen Regionen geht. In solchen Fällen wird nicht lange gefackelt und auch schon einmal gerne ein Krieg mit Lügen herbeigeführt. Wie unbehelligt in den letzten Wochen und Monaten Kulturschätze aus der Zeit weit vor Christi Geburt zerstört werden konnten, ohne dass angemessen darauf reagiert wird, ist schon außerordentlich irritierend. Vor allem, wenn noch immer nicht nachhaltig geklärt ist, wie weit dieser kulturvernichtende Mob überhaupt erst so groß werden konnte und an dieser Stelle kommen auch immer wieder die USA und damit die christlich geprägte Welt ins Spiel. Sicher scheint nur zu sein, dass Kultur hier das Opfer ist aber nicht direkte Partei eines Kampfes oder gar Krieges, da ist man eben wieder ganz schnell bei den Religionen und vom Christentum weiß man, dass zum Beispiel das Wegschauen und Schweigen dort sprichwörtlich Religion ist, gerade auch wenn es um andere Religionsgemeinschaften geht.

Was man selber nicht kennt…
Bei den USA muss man, abgesehen von der christlichen Prägung, auch immer festhalten, dass es dort selbst mit wirklich alter, eigener Kultur doch eher sehr schlecht aussieht, was wahrscheinlich auch den Bezug zur Kultur schwer beeinflusst und dies nicht im positiven Sinne, denn die Kulturschätze, die im Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris in diesen Tagen zerstört werden, sind schon noch eine ganz andere Nummer als Disneyland oder ähnliches. Bei den Akten der Zerstörung, welche man aktuell im Irak und Syrien erleben muss, ist auch immer wieder die Rede von der Zerstörung des kulturellen Erbes der Region, von der Auslöschung der dortigen Identität, was natürlich im Kontext der geopolitischen Einflussnahme des Westens in der Region schon auch nicht gerade uninteressant erscheint. So kommt man auch wieder zu der bekannten Allianz aus religiösen und geopolitischen Interessen. Natürlich ist es sehr einfach, nun wieder von Barbaren im Namen des Islams zu sprechen und so ganz pauschal auf eine Weltreligion einzuhauen, wie man es in diesen Tagen sonst nur vom wiederentdeckten Feindbild Russland kennt. Allerdings enttarnt so etwas nur wieder die christliche Prägung des Westens und ist an Plumpheit kaum zu überbieten. Schaut man sich diesen Religionskrieg ganz allgemein an, versteht man schnell, warum man Religion von der Kultur abtrennen und ganz eigenständig betrachten sollte, damit nicht im Namen der Religionen und der damit verknüpften geopolitischen Interessen, die Kultur ganz allgemein geschädigt wird. Dies aufzuzeigen, sollte Aufgabe jedes Kulturschaffenden sein, ganz egal voran er glaubt.

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Schade, bislang hatte noch keiner eine Meinung

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