Art for Europe

Kontinent der Kunst

Die Sache mit dem Arsch der Welt

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Während meiner Tour durch Europa habe ich schnell festgestellt, dass die Welt nicht nur einen Arsch hat, denn allein auf diesem Kontinent fand ich gleich mehrere. Diese Begrifflichkeit soll übrigens nicht negativ verstanden werden, sagt sie doch nur etwas über das Ende von etwas aus. Egal ob man Skagen nimmt, Port Creus oder gar Calais, es sind solche Orte, wo man in gewisser Form, solche Enden findet. Aber um diese Geschichten soll es hier nun auch gar nicht gehen. In diesem Jahr wird es, wie versprochen, einen cineastischen Schwerpunkt geben, denn viele Streifen, welche mein Leben geprägt haben, feiern in diesem Jahr besondere Geburtstage. Pipi Langstrumpf wird 70 Jahre alt. Kultfilme, wie Jacob`s Ladder oder Ford Fairlane, haben auch schon ein Vierteljahrhundert auf dem Buckel und selbst Rossini wird in diesem Jahr schon erwachsen. Allerdings war der erste Film, welchen ich in diesem Jahr in aller Ruhe genießen konnte, ein ganz anderer und es sollte um einen ganz besonderen Arsch der Welt gehen und dafür brauchte man eine Expedition ans Ende der Welt. Im gleichnamigen Film geht es um eine interdisziplinäre Entdeckungsreise entlang der Nordostküste Grönlands. Für mich persönlich zeigte dieser Film nicht nur immer wieder absolut mitreißende Landschaften, sondern auch einen Haufen liebevoll verrückter Menschen auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Von Künstlerseite her waren Größen, wie Daniel Richter und Tal R vertreten. Dieser Film regt genauso zum Denken an, wie er auch dazu einlädt, herzhaft zu lachen. Nimmt sich der Mensch zu wichtig? Eine dieser ganz großen Fragen des Films, welche mich völlig und ganz begeisterte, da sich diese Frage auch mir immer wieder stellt und sich meine Antworten doch mit denen, die Richter in diesem Film gibt, ziemlich decken.

Wenn Wissenschaft rockt
Es geht in diesem Film immer wieder um Philosophie, was bei der Crew auch völlig normal ist. Es geht aber ebenso um wissenschaftliche Aspekte und hier ist nicht nur der Klimawandel ein Thema, ohne den diese Tour so gar nicht erst möglich gewesen wäre. Es werden fossile Algenmatten gefunden und sogar eine ganz neue Spezies entdeckt und diese Entdeckung führt wieder einmal zur Erkenntnis, dass sich irgendwie immer alles nur um Metabolismus dreht. Dies ist sehr interessant, da es auch immer wieder ein großes Thema von Jonathan Meese, dem Freund und Kollegen von Daniel Richter ist, womit sich die Kreise noch etwas erweitern. Was mich an diesem Film auch noch beeindruckt hat, war, wie genial Musik und Bilder hier zusammenfließen, sprichwörtlich ganz großes Kino. Es sind immer wieder sehr sphärische Klänge, die einfach, wie geschaffen für diese absolut atemberaubenden Landschaften sind, welche hier wirklich in absoluter Perfektion eingefangen wurden. Dem gegenüberstehen auch immer wieder brachiale Sequenzen von Metallica und es ist einfach rund, denn die Natur, die dieser Film zeigt, hat natürlich auch etwas Brachiales. Es ist genau diese Mischung, welche dieses Erlebnis über 90 Minuten so spannend macht. Da hat man die erwähnten wissenschaftlichen und philosophischen Ansätze, genau wie eine Horde lustiger, abenteuerlicher Menschen, welche auch gerne einmal einen Hang zur Radikalität und zum Chaos haben, was zum Teil, wie der pure Slapstick rüberkommt. Für mich persönlich, war es ein guter Auftakt in Sachen Film für dieses Jahr und es hat sich auch wieder gezeigt, dass man nur was erlebt, wenn man ich bewegt, was natürlich auch ein guter Impuls für dieses noch frische Jahr war und sich hervorragend mit meiner allgemeinen Planung verknüpfen lässt.

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Schade, bislang hatte noch keiner eine Meinung

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