Art for Europe

Kontinent der Kunst

Die multikulturelle Plaudertasche Loreena McKennitt live

Nachdem ich natürlich noch immer stark unter dem Einfluss eines wundervollen Monats in Schottland stehe, erlebte ich am Wochenende noch ein Mal eine außerordentlich positive Auffrischung der Erlebnisse dort. Denn es stand der Besuch eines Konzertes der Kanadierin Loreena McKennitt im Kölner Tanzbrunnen auf dem Programm. Wie zu letzt im Frühjahr diesen Jahres beim Besuch des Laibach Konzertes in Barcelona, war es auch dies Mal ein Konzert in zwei Akten, auch wenn ich einräumen muss, dass dies außer das beides genial war, die einzige Gemeinsamkeit der beiden Konzerte war. Es war aber vor allem ein Mal mehr eine Reise in das mystische Reich der Kelten, wobei es nicht nur dabei bleiben sollte.

Multikulturell

Pünktlich um 19.30 Uhr begann das Konzert im Rheinpark im Kölner Stadtteil Deutz und erst ein Mal war es sehr angenehm, dass es zum einen nicht zu heiß war und zum anderen auch nicht allzu voll. So konnte man sich völlig und ganz darauf konzentrieren, was einem hier von einer, wie immer stimmgewaltigen Loreena McKennitt und ihrer neunköpfigen Band geboten wurde. Der erste Akt, wenn man es ein Mal so nennen mag, ging bis ca. 20.30 Uhr und bis dahin war ich schon überzeugt, dass sich dieser Besuch gelohnt haben sollte und es ein toller Abend werden würde. Wie es für diese Künstlerin üblich ist, erzählte sie auch an diesem Abend wieder sehr viel über die Hintergründe ihrer Musik. Denn die Einflüsse auf die Musik der Kanadierin, reichen von Irland bis in die Türkei und den Kaukasus. Auch wenn der Hautschwerpunkt im kulturellen Raum der Kelten zu suchen ist. Dieser breit gefächerte multikulturelle Hintergrund, ist neben ihrer großartigen Stimme, ein weiterer Fakt der ihre Musik so überzeugend macht.

Aber auch multiinstrumental

Es ist aber nicht nur dieser multikulturelle Einfluss in der Musik der passionierten Reisenden, der sie zu etwas ganz besonderen in der Musikszene macht. Man kann die 51 jährige auch durchaus als multiinstrumental bezeichnen. Denn neben der Harfe, spielte sie den ganzen Abend über auch immer wieder verschiedene Tasteninstrumente. Dies begeisterte nicht nur mich, sondern das gesamte Publikum und dies war mindestens genauso Vielfältig, wie die Musik selbst. Von Kleinkindern bis zu der Fraktion der Senioren, war hier alles vertreten und die Musik kam auch überall gleich gut an. Es schienen alle sehr glücklich, dass Loreena McKennitt, die übrigens irische bzw. schottische Vorfahren hat, nicht ihren Kindheitstraum realisierte und Tierärztin wurde. Es tat der Stimmung auch keinerlei Abbruch, dass der Bereich direkt vor der Bühne bestuhlt war. Denn es gab für dieses Konzert Karten in zwei Kategorien zwischen circa 60 Euro und 85 Euro. Eine Investition die sich lohnt. Vor allem da diese Künstlerin nicht gerade oft live zu sehen ist, auch wenn hier definitiv eine ihrer Stärken liegt.

Eine kanadische Plaudertasche

Nach einer Pause von gut 30 Minuten, die mir persönlich etwas zu lange war, ging es dann weiter. Ich vertrete die Meinung, dass dieser zweite Akt, um bei dem Begriff zu bleiben, alles in allem etwas schwungvoller war als der erste Akt. In diesem Akt wurden dann auch die einzelnen Bandmitglieder und zum Teil auch die sehr besonderen und teilweise auch historischen Instrumente sehr ausführlich vorgestellt. Wie gesagt, Loreena McKennitt macht nicht nur gerne großartige Musik, sondern redet auch gerne. Da ist es nicht überraschend, dass der einzige Satz der Ihr aus dem Deutschunterricht noch geläufig war, der ihres Lehrers war, der da lautete: `Nicht soviel und so laut reden. ` Man erkennt schnell, es war nicht nur musikalisch ein sehr inspirierender Abend, sondern auch immer wieder ein sehr humorvoller. Gegen 22.15 Uhr endete dieses großartige Konzert dann nach einigen Zugaben und auch das es mittlerweile angefangen hatte zu regnen, tat dem Gesamteindruck des Abends keinen Abbruch. Wenn ich noch ein Mal die Möglichkeit bekommen sollte, dieses Ausnahmetalent zu sehen, werde ich diese Chance in jedem Fall wieder nutzen.

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