Art for Europe

Kontinent der Kunst

Die Galerie und die Körper

Nun kommt Weihnachten immer näher und wir sind mittendrin in der besinnlichen Vorweihnachtszeit. Das ist genau die Zeit im Jahr, die ich mit am meisten liebe. Nasskaltes Wetter, was draußen arbeiten meist sehr sinnfrei macht. Weniger Störungen von außen, da mein gesamtes Umfeld im Urlaub ist oder mit dem totalen Shoppingwahn zu tun hat und da ich mit alldem nichts am Hut habe, habe ich endlich Zeit all die Dinge zu tun, die ich sonst wohl eher nicht tun würde, weil im normalen Betrieb einfach zu oft die Zeit fehlt. In diesem Jahr bedeutet dies leider vor allem auch, dass ich mich um die technischen Belange kümmern muss, die meine Arbeit so mit sich bringt. Aber natürlich gibt es auch noch viele andere spannende Dinge, die sich in diesen Tagen ereignen.

artolino.com aus Kärnten

Im Frühjahr diesen Jahres war ich unter anderem auch in Österreich unterwegs und besuchte in dieser Zeit auch Kärnten. 01-uni-kl-3129.jpgHier traf ich mich unter anderem mit Christof, er ist Mitbegründer von artolino.com, einer ganz neuen und innovativen Community rund um das Thema Kunst und Kreativität. Es sei direkt gesagt, dass es sich hierbei um eine Plattform für den deutschsprachigen Raum handelt und somit die Mitglieder nicht nur auf Österreich beschränkt sind. artolino.com übernimmt hier die Vermittlerrolle zwischen Kunstschaffenden und Privat-und Geschäftskunden. In diesem Zusammenhang liegt der Schwerpunkt ganz klar auf den neuen Medien rund um das Internet. Als wir uns vor gut einem halben Jahr an der Universität zu Klagenfurt trafen, war man noch damit beschäftigt dieses Portal aufzubauen und nun ist es schon für jeden Kunstschaffenden aber auch Kunstinteressierten im Netz verfügbar. Die Vorteile dieser etwas anderen Onlinegalerie liegen klar auf der Hand und dies ist auch einer der Gründe, warum ich diese Neuheit am Kunstmarkt heute so empfehle.

Hier bildet sich ein guter Schnitt des Marktes von beiden Seiten ab. Man hat hochklassige Künstler, die auch schon an anderen Stellen im Netz vertreten sind, wie auch weniger 02-uni-kl-3116.jpgbekannte Kreative, die man bislang im Internet noch gar nicht finden konnte. Durch ein so breitgefächertes Portfolio ist natürlich auch für alle Interessenten, unabhängig von der Größe der Geldbörse, etwas dabei. Es macht auch für beide Seiten Sinn sich auch hier zu präsentieren bzw. umzuschauen, denn man hängt seine Bilder in der realen Welt auch nicht nur in eine Ausstellung an einen Ort, genauso wenig, wie man immer nur eine Ausstellung besucht. Hier drüber hinaus bietet artolino.com aber auch noch die Vorteile, die moderne Plattformen dieser Art einfach bieten sollten. Es gibt die Möglichkeit für Messages, eine Pinnwandfunktion oder auch ein Freundschaftssystem. Natürlich wird man auch immer über News und Events informiert bzw. kann informieren und hat sogar die Möglichkeit nach Lust und Laune zu bloggen. Sehr schön ist es auch, dass es eine automatische Versandabwicklung gibt. Man sieht es wurde wirklich an alles gedacht. Also reinsurfen und kostenfrei registrieren lassen.

Körperwelten in Köln

Nun weise ich immer wieder daraufhin, dass die Kunst nicht nur mein Beruf ist, sondern in aller erster Linie meine Berufung, insofern ist es manchmal natürlich ein wenig kompliziert zu unterteilen, was noch Job ist und was Freizeit ist und 03-koerper-herz.jpgso war es auch vor einigen Tagen, als ich in meiner Wahlheimat in `Eine Herzenssache` war, wie die aktuelle Werkschau des umstrittenen Plastinators Gunther von Hagens heißt. Da ich nicht zu einem der über 28 Millionen Menschen gehöre, die sich seine Körperwelten mittlerweile weltweit angeschaut haben, war es für mich eine Premiere. Natürlich habe auch ich viel im Vorfeld von seiner Arbeit in Form verschiedenster Berichte mitbekommen, hatte aber noch nicht die Gelegenheit einmal live dabei zu sein. Gunther von Hagens präpariert gespendete Leichen für seine ganz besondere Anatomieshow. Hier in der Kölner Ausstellung war der Fokus ganz klar auf das Herzkreislaufsystem gerichtet, wie nicht zuletzt auch der Ausstellungstitel verrät. Allerdings erfuhr ich von Britta, die auch dabei war, dass es doch eine Menge Präparate gab, die auch schon in anderen Ausstellungen zu sehen waren.

Ich muss allerdings ganz klar einräumen, dass ich nicht allzu überwältigt war, denn bei dem was ich im Vorfeld über diese medizinisch bzw. anatomisch bestimmt brillante Ausstellung 04-koerper-kopf.jpggehört hatte, erwartete ich eine gewisse Morbidität, die ich persönlich so allerdings nicht fand. Denn diese menschlichen Präparate sind so perfekt, so steril, dass zu mindestens ich keinen klaren Kontext zum menschlichen Leben mehr herstellen konnte. Es war für mich nichts anderes, als würde ich in ein Biologiebuch schauen oder mir die Plastikknochen und Innereien aus der Schulzeit anschauen. Natürlich merkt man wie viel Arbeit in alldem Gezeigten steckt aber ich hatte mir wirklich mehr erhofft, mehr Emotionalität. So dürfte es auch nicht verwundern, dass es kein menschliches Präparat war, welches mich am meisten begeisterte, sondern das einer Giraffe. Alles in allem muss ich aber schon einräumen, dass es sich irgendwie gelohnt hat diese Ausstellung zu besuchen, denn so weiß ich jetzt auch in diesem Bereich, wovon die Rede ist. Ein außerordentlich netter Nebeneffekt war es auch, dass ich so noch einmal in den Kölner Stadtteil Kalk kam, wo diese Ausstellung noch bis zum 31. Januar 2010 zu sehen ist und feststellte, dass es sich lohnt hier noch einmal, separat für ein Shooting hinzukommen. Allerdings, wie zu Beginn schon erwähnt, erst wieder, wenn das Wetter es sinniger erscheinen lässt draußen zu arbeiten, bis dahin habe ich auch hier noch genug zu tun.

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Schade, bislang hatte noch keiner eine Meinung

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