Art for Europe

Kontinent der Kunst

Der Reisende ist zurück – Kunst in Hamburg

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Eine Stadt und drei großartige Ausstellungen, so könnte man es auch formulieren. Wie hier zuletzt schon erwähnt, bin ich im Moment wieder etwas mehr unterwegs, was für den Anfang bedeutete, dass ich zwischen Leverkusen und Hamburg gependelt bin, was nun langsam erst einmal zu Ende geht, da noch viele andere Projekte und Abenteuer auf mich warten. Ich habe in den ganzen Wochen im Norden wirklich viel geschafft, wenn auch leider wieder einmal nicht alles umgesetzt werden konnte. Ich stelle eben immer wieder fest, dass mir ein Leben einfach nicht genügt, was natürlich auch nicht die schlechteste Erkenntnis ist. Da ich erst einmal keine weiteren Besuche im schönen Hamburg geplant habe, möchte ich aber noch auf einige Highlights hinweisen, damit sie nicht verloren gehen, nur weil ich es persönlich vielleicht nicht mehr alles schaffe. Dies gilt mit Sicherheit für die Ausstellung The Age of Rock! in der Flo Peters Galerie im Chilehaus, da diese am morgigen Tag endet. Wenn ich über Musik und Fotografie berichte, geht es eigentlich immer um Anton Corbijn, in der gerade genannten Fotoausstellung geht es allerdings um die Arbeiten von Ross Halfin, der 1957 in England geboren wurde und ab 1970 an der Wimbledon School of Art studierte und sein Handwerk wirklich versteht, wie auch die gezeigten Exponate verdeutlichen. Wenn man also die Möglichkeit hat, etwas von Halfin zu sehen, sollte man diese in jedem Fall nutzen, was damit natürlich nicht nur für die Hansestadt gilt.

Wenn es unter die Haut geht
Wenn man schon von Rock spricht, ist man eigentlich auch ganz schnell bei Tätowierungen und damit auch gleich bei meinem nächsten Ausstellungstipp für Hamburg. Noch bis zum 16. September 2015 kann man dort im Museum für Kunst und Gewerbe (MKG) die Ausstellung Tattoo sehen. Wie für dieses Museum üblich, kann man natürlich nicht von einer normalen Ausstellung sprechen. Hier bekommt man vielmehr so gut wie alles geboten, was den großen Bereich des Tätowierens betrifft. Tattoos werden hier genauso als Trend beleuchtet, wie auch in Bezug zu vielen anderen Bedeutungen, die sie haben oder hatten. Dies bedeutet, es geht in dieser Ausstellung auch um verschiedene Epochen, wie auch um die unterschiedlichen Kulturkreise, was bei diesem Thema natürlich auch nicht unerheblich ist. Es gibt aber nicht nur viele Beispiele, in den verschiedensten Formen, von Schablonen bis hin zu großartigen Fotoarbeiten, auch das Werkzeug, welches man braucht um diese großartige Kunstform, welche so sehr unter die Haut geht, entstehen zu lassen, wird hier ausführlich präsentiert. Es geht aber auch noch viel weiter, so sind unter anderem auch noch Skulpturen, Gemälde, Videoarbeiten aber auch Hautpräparate zu sehen. Was natürlich an diesem Ort nicht fehlen darf, ist der ganz besondere Bezug den diese Kunstform auch zu Hamburg selbst hat, was natürlich noch einmal ein ganz eigenes Kapitel ist. So gibt es auch historische Fotografien, welche die typischen Tätowierungen der Hamburger Arbeiterschaft um 1890 dokumentieren. Man sieht, auch hier lohnt sich ein Besuch mit Sicherheit und vielleicht schaffe ich es auch noch irgendwie.

Picasso ganz ohne Picasso
Beim letzten Tipp für die nächste Reise nach Hamburg in Sachen Kunst und Kultur soll es um die Deichtorhallen gehen, eine Location, welche man allgemein niemals verpassen sollte, wenn man in der zweitgrößten Stadt Deutschlands ist. Auch hier hat man sich etwas wirklich Besonderes einfallen lassen, denn mit der Ausstellung Picasso in der Kunst der Gegenwart geht es um das Werk von Pablo Picasso, allerdings, und dies ist der große Clou an dieser außergewöhnlichen Ausstellung, gibt es keine Werke des großen Spaniers zu sehen. Wie dies funktioniert? Ganz einfach, zum 25. Geburtstag dieser wirklich grandiosen Ausstellungshallen zeigt man, wie unendlich groß doch der Einfluss von Picasso auf die gesamte Kunstwelt war und auch noch immer ist. So schaffte man es eine Ausstellung zu kreieren, welche voll mit Werken ist, welche alle an den Spanier erinnern und dies natürlich auch oft genug, weil sich die präsentierten Künstler von ihm haben inspirieren lassen. So treten alle großen Stoffe und Schaffensphasen Picassos in der Ausstellung als künstlerische Rezeption wieder auf und dies in Form wirklich großer Künstler, wie zum Beispiel Cindy Sherman aber auch unvergessene Namen, wie Andy Warhol oder Roy Lichtenstein finden hier ihren äußerst angemessenen Platz. Der Einfall dieser Ausstellung, welche noch bis zum 12. Juli 2015 zu sehen ist, ist eben ein wirklich großer. Dies soll es dann auch erst einmal mit Geschichten aus Hamburg gewesen sein und ich weiß auch diese Episode war noch lange nicht das Ende, denn mit dieser Stadt verbindet mich wirklich einfach unendlich viel.

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Schade, bislang hatte noch keiner eine Meinung

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