Art for Europe

Kontinent der Kunst

Der Malt Whisky Trail und die Ostküste

Nachdem wir den Besuch im Schlaraffenland des Whiskys abgeschlossen hatten, kehrten wir wieder zurück in unser Quartier im schönen Städtchen Huntly, wo unser Aufenthalt am nächsten Tag enden sollte. Wir besuchten noch die wunderschöne Ruine des Huntly Castle, bevor wir uns bei etwas schlechterem Wetter auf zu weiteren spannenden Zielen machten. Es standen zwei weitere Highlights auf dem Programm, die ich auch schon auf vorigen Reisen besucht hatte, trotzdem war ich auch dies Mal angetan. In Schottland gibt es immer wieder Plätze und Ruinen, die mich immer ganz fantastisch inspirieren. Bevor es losging, kehrten wir aber noch ein letztes, kurzes Mal auf den Malt Whisky Trail zurück. Denn direkt hinter der Glenfiddich Destillerie, liegt mit Balvenie Castle auch noch eine wirklich sehenswerte Ruine, die wir zuvor aus zeitlichen Gründen nicht besucht hatten.

Von den Duffus und Royal Lochnagar

Das Duffus Castle stand als nächstes auf dem Plan. Eine Ruine deren Wurzeln im 1200 duffus-castle-9508.jpgJahrhundert liegen. Sie liegt Mitten im Grünen und die Art wie sie verfallen ist, macht sie so einzigartig. Denn sind es meistens Kriege oder andere Auseinandersetzungen verfeindeter Clans gewesen, die in Schottland Burgen und Schlösser zu Ruinen machten, war es hier vor allem die Statik, die dem Bauherrn einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht hatte. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht erahnen konnten, war das dieser traumhafte Besuch der Ruine, nicht unser letzter Berührungspunkt mit dem Clan der Duffus gewesen sein sollte. Das zweite große Highlight war Elgin Cathedral. Eine Ruine am Rande von Elgin. Auch wenn von diesem Gotteshaus so gut wie nichts mehr übrig ist, ist es sehr beeindruckend, was auch gerade für die innen liegenden Gräber gilt. Es ist ein ganz besonderes, ein mystisches Gefühl, welches einen hier heimsucht. Elgin selbst ist eher ein Ort den man nicht unbedingt besuchen braucht. Die Destillerie, die es hier gibt, ist für Besucher nicht geöffnet und ansonsten ist es doch eher eine etwas graue Durchschnittsstadt. Allerdings bietet einem die Peripherie alles was man an Supermärkten und ähnlichem braucht. Dies bedeutete, dass wir erneut unsere Vorräte banff-fc-9624.jpgauffrischten, bevor wir uns auf zu neuen Zielen machten. Es ging dann auch schon weiter nach Banff, wo wir uns ganz klassisch der Bevölkerung anschlossen und eine Pause auf einem Parkplatz direkt an der Nordsee machten. Als nächstes Ziel stand Peterhead und damit der östlichste Punkt dieses Tourabschnitts auf dem Programm. Peterhead hat aber leider, außer das es der östlichste Punkt war, nicht wirklich viel zu bieten und so beendeten wir diesen Tag einige Meilen hinter Peterhead, in einem alten Schulhaus in dem wir ein B&B fanden.

Der nächste Tag sollte einer der ungemütlichsten der Tour werden. Am Frühstücksbuffet verkorkste ich mir erst ein Mal mit ein wenig Lachs den Magen, bevor uns ein Tag, an pitmedden-garden-9734.jpgdem es fast durchgehend regnete, empfing. Wir begannen mit der Ruine von Tolquhon Castle, welche auch bewundernswert ist. Von dort aus ging es weiter zu den Pitmedden Garden. Hier hätte ich stundenlang Photos machen können, denn es war schon ein sehr abgefahrener Garten, allerdings nahm der Regen immer mehr an Stärke zu, so dass wir irgendwann abbrechen mussten, da es sich richtig ordentlich eingeregnet hatte. Obwohl es eigentlich das Wetter gewesen wäre, um sich den ganz Tag in ein Cafe zu setzen oder ähnliches, verzichteten wir auf einen Besuch von Aberdeen. Ich kenne diese Stadt auch schon von meinen vorigen Besuchen und habe mir irgendwann gesagt, dass dies eine Stadt ist, in die schottland-9774.jpgich nicht zurückkehren muss. Kurz hinter Aberdeen, was übrigens mit über 200.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Schottlands ist, besuchten wir das Drum Castle. Annehmbar, gerade auch an einem Tag, wo die alternativen gering sind, aber mit Sicherheit auch kein Highlight dieser Tour. Als grobes Ziel stand als nächstes Perth auf dem Plan aber nicht mehr für diesen Tag und somit genossen wir die Landschaft zwischen Aberdeen und Perth, besuchten mit der Royal Lochnagar Destillerie noch ein weiteres Whisky-Highlight und verbrachten die Nacht einige Kilometer außerhalb von Perth, so dass wir dort direkt am nächsten Tag, bei besserem Wetter starten konnten.

Von Perth bis in den Norden Englands

Perth bot uns vor allem den Vorteil Mal wieder Zugang zum Internet zu bekommen aber sonst waren wir eher enttäuscht und ich werde mit dieser Stadt, die etwas über 40.000 dunnottar-castle-9816.jpgEinwohnern zählt, wohl zukünftig genauso verfahren, wie mit Aberdeen. Nach dieser doch eher enttäuschenden Erfahrung beschlossen wir, bis auf Edinburgh, auf Städte zu verzichten und machten uns umgehend auf zu einem der Highlights an der Ostküste überhaupt, das Dunnottar Castle, wo auch schon Dracula verfilmt wurde. Auch hier merkte man, dass Schottland doch mehr in den Fokus, gerade auch deutscher Touristen gelangt ist, denn auch hier war sehr viel los und man muss wissen, dass die Ostküste die weniger besuchte Küste ist. Nach diesem sehr beeindruckenden Besuch, war das nächste Ziel der kleine Küstenort Crail, der gerade auch durch seine malerischen bunten Häuser gourdon-hafen-9989.jpgam Meer überzeugt. Schon vor über zehn Jahren konnte man hier nicht mit dem Auto hin aber man konnte gut außerhalb parken. Mittlerweile wird man hier von einem abstoßenden Neubaugebiet begrüßt und es ist so überlaufen, dass man auch keine Parkplätze mehr findet. Also bevorzugten wir es direkt weiterzufahren und entdeckten so das schöne kleine Fischerdörfchen Gourdon, wo wir entspannt am Hafen Fish and Chips genossen. Nach dieser britischen Spezialität, machten wir an diesem Tag ein Mal zur Entspannung und weiteren Planung in der Nähe von St. Andrews, dem Geburtsort des Golfssports, Schluss für diesen Tag.

Natürlich war St. Andrews am nächsten Tag unser erstes Ziel und diese Stadt hat außer st-andrews-0049.jpgGolf und der ältesten Universität Schottlands, noch sehr viel mehr zu bieten. Man kann hier ausgiebig am Meer spazieren, was wir genauso taten, wie die Cathedral und den Friedhof zu besuchen. Dieser Komplex ist fast so inspirierend, wie die beschrieben Elgin Cathedral. Leider wurden wir hier ein weiteres Mal durch einsetzenden Dauerregen zum Abbruch genötigt und beschlossen daraufhin, erst ein Mal nach England weiterzureisen. Dies bedeutete vorbei an Edinburgh, mit einem kleinen Stopp bei Glenkinchie, unserer letzten Destillerie auf dieser Tour. Sie ist quasi so etwas wie die Hausdestillerie Edinburghs, da sie südlich vor den Toren der Stadt liegt. Abends suchten wir uns ein Quartier an der Ostküste Englands, um uns am nächsten Tag direkt auf in Richtung Hadrianswall zu machen. Dieser beeindruckende römische Abwehrwall gegen die schottischen Pikten aus dem Jahr 122, dem man hier über 120 Kilometer lang folgen kanngrenzerfahrung-0109.jpg und der auch immer wieder beeindruckende historische Locations bereithält, war in jedem Fall einen Besuch wert. Allerdings kostet er uns auch einen kleinen Teil des Hecks unseres Alfas. Der Wagen war versichert, niemand wurde verletzt, also nimmt man es als Möglichkeit für ein ungewöhnliches Grenzfoto, welches es sonst nie gegeben hätte. Nach diesem, gerade auch historisch sehr spannenden Besuch in England, mussten wir aber auch bald wieder zurück nach Schottland, da wir hier noch einige Punkte, vor unserem langsam näher kommenden Tourende, erledigen wollten. So zum Beispiel ein Besuch in dem Ort Lockerbie, der mich sehr berührte aber das beschreibe ich im nächsten und wohl letzten Teil dieser Schottlandreihe.

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Bisher 2 Kommetare

  1. 25. April 2012

    | 12:33

    [...] von der das Land den südlichen Abschnitt darstellt. Eingegrenzt wird England im Norden von Schottland und im Westen von Wales und der Irischen See. Im Osten ist England von der Nordsee umgeben, im [...]

  2. 3. September 2014

    | 08:00

    […] auch gar nicht allzu relevant, denn das entscheidende Spiel findet am Sonntag in Dortmund gegen Schottland statt, wo es um die Qualifikation zur EM 2016 in Frankreich geht. Beim nun anstehenden Spiel gibt […]

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