Art for Europe

Kontinent der Kunst

Der etwas andere Tanz in den Mai

Da konnte ich mich gerade erst bei wundervollem Traumwetter an den Ostertagen etwas erholen, da stand auch schon am folgenden, letzten Aprilwochenende der Tanz in den Mai auf dem Programm. Auch in diesem Jahr tanzte ich allerdings weder in den Mai, noch stellte ich Maibäume auf, sondern vergnügte mich doch lieber auf einer wundervollen Kunstausstellung, die noch viel mehr als nur schöne Bilder der Remscheider Künstlerin Heide-Marie Hrabar zu bieten hatte. Die Ausstellung `Begegnung in Barmen-Farbe trifft Lyrik` im Lichthof des Rathauses von Wuppertal-Barmen umfasst eben nicht nur die reine, emotionale Malerei, sondern auch noch eine Vielzahl an passenden Texten des Remscheider Lyrikers und Wortkünstlers Peter Vogel, den ich zuletzt noch live in Köln präsentieren dürfte. Auch wenn ich im Vorfeld schon ein wenig mit der Koordination dieser ganz besondern Ausstellung betraut war, konnte ich sie am Wochenende natürlich noch einmal aus einem ganz anderen, entspannteren und tieferen Blickwinkel wahrnehmen und bin froh diese Chance auch genutzt zu haben. Aber dies sollte an diesem schönen, vorsommerlichen Wochenende noch lange nicht alles gewesen sein, denn es ist auch in diesen Tagen wieder eine sehr bewegende Zeit.

Alles neu, macht der Mai
Um bei der ganz großen Wortkunst zu bleiben, ist natürlich die hier verwendete Überschrift vielen bekannt, es handelt sich um die Volksweise aus dem Jahr 1818 von Hermann Adam von Kamp (1796-1867) einem Lehrer, Heimatkundler und Schriftsteller aus dem Ruhrgebiet und auch fast 200 Jahre später ist es noch immer so. Denn auch der Mai und natürlich auch die folgenden Monate werden einiges Neues zu bieten haben. Wie bereits erwähnt, habe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge meiner Kölner Wahlheimat den Rücken zugekehrt und mich einmal mehr auf neue Pfade aufgemacht. 01_lev_img_2743.jpgDies bedeutet, dass ich zum einen im Moment im Endspurt der Gründung meiner Agentur für Kunst, Kultur, Journalismus, Text, Fotografie, PR & SocialMedia bin und mich so immer wieder viel in meiner alten Heimat und Geburtstadt Leverkusen, der ich mich noch immer sehr verbunden fühle, aufhalte aber eben auch einen gewissen Teil meiner Zeit im Bergischen Land verbringe, was unter anderem natürlich auch mit meinem aktuellen Kunstprojekt `Vier Jahrzehnte-Städte? Stationen! Portraits.` zu tun hat aber eben auch mit Ausstellungen, wie der im Barmer Rathaus, die gerade noch bis zum 20. Mai 2011 verlängert wurde, was eine sehr positive Entwicklung darstellt, da so noch mehr Menschen die Möglichkeit haben werden diese sehenswerte Ausstellung zu besuchen.

Das Ambiente der Ausstellung ist alleine schon bewundernswert, denn das Rathaus in Barmen und der Lichthof, in welchem man diese Ausstellung Montag bis Mittwoch von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr, sowie Donnerstag von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr und Freitag von 8.00 Uhr bis 15.00 Uhr sehen kann, sind schon 02_rathaus_w_barmen_img_3742.jpgsehr beeindruckend, dies gilt aber vor allem natürlich auch für die gezeigte Werkschau selbst. Nun hatte ich die Werke von Heide-Marie Hrabar alle schon im Vorfeld der Ausstellung sichten dürfen und auch die meisten der hier präsentierten Texte von Peter Vogel waren mir geläufig, allerdings war es auch für mich noch einmal eine sehr spannende und emotionale Erfahrung die Kombination aus diesem Raum, den Bildern und den Texten aufsaugen zu können. Vielleicht liegt es an der Aktualität der Geschehnisse, vom 25. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl bis zu den aktuellen Ereignissen im japanischen AKW von Fukushima, vielleicht liegt es aber auch an der absoluten Stimmigkeit der gemeinsamen Präsentation von Farbe und Lyrik, was es so faszinierend macht. Zum Thema Fukushima gibt es ein eigenes Werk von Heide-Marie Hrabar mit einem passenden Text von Peter Vogel und dies ist für mich persönlich die herausragendste Gemeinschaftsarbeit dieser Ausstellung, da sie sehr viel emotionale und künstlerische Tiefe mit einem großen Maß an Gesamtverständnis für die Situation des japanischen Volks aufbringt.

Noch mehr Highlights
Dies alles reicht schon alleine aus, um von einer großartigen und gelungenen Präsentation zu sprechen aber es sollte noch mehr passieren. Denn, wo Peter Vogel ist, sind `Pete McBird and the Children of Invention` nicht fern und so sollte es sich auch an diesem Wochenende wieder darstellen. 03_w_coi_img_3808.jpgDie ganz besondere Mischung aus den angesprochenen Texten des Remscheider Wortakrobaten Peter Vogel und der Performance einiger Teilnehmer von TheaterTotal in Bochum aus den letzten Jahren, sorgten auch hier für großes Gefühl und natürlich auch für Heiterkeit. Wie bereits angesprochen, konnte ich diese Performance zuletzt noch in Köln präsentieren, muss aber, ohne von besser oder schlechter zu sprechen, einräumen, dass es hier noch einmal ganz anders war. Ein Grund hierfür war natürlich, dass es sich um ein völlig anderes Raumkonzept handelte, was natürlich auch Auswirkungen auf die Akustik hatte. Diese Performance, dieser sehr talentierten Jungschauspieler, war natürlich auch wieder ein Highlight dieses ganz besonderen kulturellen Events in Wuppertal. Auch danach konnte man wieder einmal beim Publikum, wie auch bei allen beteiligten Akteuren eine große Zufriedenheit ausmachen und dies allein ist schon wieder als ein großer Erfolg dieser Ausstellung, dieses Gesamtkonzeptes zu verbuchen und man darf davon ausgehen, dass es auch aus dieser Ecke in Zukunft noch viele, spannende Highlights geben wird.

Mit dem Abschluss dieser tollen Veranstaltung sollte es für mich aber noch lange nicht vorbei sein, denn das gesamte Wochenende über standen nun noch verschiedene Gespräche mit den beteiligten Personen an. Dies bedeutete viel 04_w_bib_img_3718.jpgkultureller Austausch bei leckerem Essen und gutem Wein und es hat mich persönlich auch wieder weitergebracht, denn nachdem ich in den letzten Jahren doch soviel im Bereich der Kunst und Kultur in Köln bewegen dürfte, bieten sich nun auch hier im Bergischen Land und vor allem im Städtedreieck Remscheid, Wuppertal und Solingen wieder viele verschiedene Optionen, die es nun gilt Stück für Stück abzuarbeiten. All dies in Kombination mit der am Anfang beschriebenen Agenturgründung, wird wohl auch in diesem Jahr noch einige Highlights ans Tageslicht befördern, die sich natürlich nicht nur auf meine Kunst beziehen, sondern auch auf ein hochkreatives Umfeld, welches ich auch hier vorfinde. In diesem Rahmen sei direkt erwähnt, dass ich mich natürlich auch weiterhin über viele spannende Kontakte aus dem Bereich der Kunst und Kultur in der oben genannten Region freue, denn ein großer Teil meines Herzens gehört natürlich auch weiterhin dem Ausbau meines Netzwerkes, denn die letzten Jahre haben ganz eindeutig gezeigt, wie wichtig dieser Bereich, gerade auch im Kontext der Kunst und Kultur, ist, denn zusammen etwas zu bewegen, ist etwas wunderschönes, was auch dieses Wochenende wieder gezeigt hat.

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Bislang ein Kommentar

  1. 3. Mai 2011

    | 16:54

    Lieber Thorsten, es macht wie immer großen Spaß an Deinen Tänzen teilzuhaben im Mai und auch sonst. Alles neu, macht der Mai kann ich nur bestätigen. Ich freue mich auf Neues in der Kunst mit Dir und tröste die eine oder den anderen derweil, denn in Köln-Ehrenfeld wirst Du natürlich sehr vermißt.Bis bald und herzliche Grüße, Regina

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