Art for Europe

Kontinent der Kunst

Das Künstlergespräch: Ein Lied für die Hoffnung

Vor einigen Wochen hatte ich schon von dem Engagement in Zusammenhang mit dem Verein Ümit e. V. (deutsche Übersetzung: Hoffnung) geschrieben, welches von der art lounge, der Galerie mit Herz von Regina Nußbaum im Kölner Kultstadtteil Ehrenfeld aber auch von mir ausgeht. Seitdem ist schon wieder einiges geschehen, so nimmt ein erster Liederwettbewerb in dem disbalancierte Kinder und Jugendliche per Ausschreibung aufgerufen werden ihren persönlichen Song zu schreiben und zu komponieren, frei nachdem Motto: `Macht Euer eigenes Lied für die Hoffnung`, immer mehr Gestalt an. Ümit e.V. unterstützt diesen Wettbewerb unter anderem dadurch, dass Proberäume organisiert werden und auch Instrumente zur Verfügung gestellt werden. Natürlich freuen wir uns auch weiterhin über Mitstreiter die Patenschaften übernehmen wollen, ehrenamtlich ihr Wissen und Können zur Verfügung stellen, oder auch über Menschen die uns finanziell mit Spenden helfen wollen. Nachdem über Regina Nußbaum und mich schon ausreichend auf dieser Plattform zur Dokumentation über Kunst und Kultur in Europa geschrieben wurde und zuletzt mit Chris Strauss eine weitere Förderin vorgestellt wurde, gibt es diesmal ein Künstlergespräch der besonderen Art, welches Regina Nußbaum mit dem Vorsitzenden des Vereins Ümit e.V. Rolf Kiklasch führte.

Das Künstlergespräch

Regina: `Was ist Ümit?`

Kiklasch: `Ümit heißt Hoffnung, ist ein türkischer Frauen-und Männervorname; Ümit ist mein Leben.`

Regina: `Was will der Verein Ümit bewirken?`

Kiklasch: `Wir haben bereits zehn Jahre für und mit behinderten Kindern gearbeitet. Unser neues Projekt Hoffnung ist für Jugendliche gedacht. Für diese Jugendlichen werden wir drei Wettbewerbe installieren. Beim ersten Wettbewerb geht es um ein Lied für die Hoffnung. Der zweite Wettbewerb beschäftigt sich mit Kunstprojekten für die Hoffnung. Beim dritten Wettbewerb wird das Thema Cartoon europaweit für Amateure und Profis ausgeschrieben. Auch hier ist das Thema: Hoffnung. Wir starten mit dem Liederwettbewerb. Dafür sind finanzielle Mittel und noch mehr persönliches Engagement auf ehrenamtlicher Basis erforderlich.`

Regina: `Was bedeutet aus Deiner Erfahrung für Jugendliche das Thema Hoffnung?`

Kiklasch: `Auffällig ist das hohe Beschäftigungsdefizit bei Migranten. Aus unserer Sicht ist Kreativität ein wichtiger Bereich für das persönliche und gesellschaftliche Leben. Wir bieten mit den genannten Instrumenten für die Jugendlichen Unterstützung im kreativen Bereich. Zum Beispiel, in dem wir bestehende Organisationen, die sich mit dem Thema Jugendförderung befassen, Mittel zur Verfügung stellen. Eine weitere Möglichkeit sind eigene Projekte zur Kreativitätsförderung in den Themenbereichen Malen, Film, Theater und Musik.`

Regina:`Denkst Du auch an prominente Unterstützung für Deine Projekte?`

Kiklasch: `Absolut. Aus dem Bereich Film, Funk und Fernsehen, Sport und Politik suchen wir Unterstützer. Das wesentliche Merkmal dabei ist der kreative Zugang und das soziale Empfinden bei der prominenten Unterstützung.`

Regina: `Wie ist denn die aktuelle Situation des Vereins?`

Kiklasch: `Wir haben Dank privater Unterstützung neue Arbeitsräume, außerdem ein international besetztes und sehr kreatives Arbeitsteam und wir haben Ümit (Hoffnung).`

Regina: `Hältst Du die bisherigen sozialen und politischen Maßnahmen zur Jugendförderung mit Migrationshintergrund für ausreichend?`

Kiklasch:`Nein. Deshalb gibt es unser Engagement. Soziale Zugehörigkeit ist elementar für die persönliche Entwicklung der Jugendlichen. Aus meiner Sicht sind wir alle fühlende und denkende Wesen mit dem ethischen Anspruch des sozialen Engagements. Lassen wir diese Jugendlichen allein mit ihren Problemen, kann das zu einem Bumerang werden.`

Regina: `Welche Zielgruppe bei den Jugendlichen wird von Ümit angesprochen?`

Kiklasch: `Unser Schwerpunkt liegt bei den Jugendlichen mit Migrationshintergrund und Behinderten. Wir schließen andere Jugendliche nicht aus. Durch die Wettbewerbe soll das bereits vorhanden kreative Potenzial der Jugendliche erweckt werden. Den Jugendlichen fehlen häufig positive Vorbilder, die sie ermutigen, statt sie runter zu machen. Die Würde und das Selbstbewusstsein der Jugendlichen soll durch unsere Arbeit gefördert und gestärkt werden. Unser Ziel ist die Entwicklung zu Identifikationsfiguren und Vorbildern durch Kreativität. Unser Wunsch ist es, Menschen zu finden, die das Projekt fördern und stärken.`

Wer nun helfen und mitwirken mag, meldet sich bitte einfach unter contact (at) art-for-europe.com oder wendet sich direkt an Ümit unter contact (at) uemit.net.

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