Art for Europe

Kontinent der Kunst

Dänischer Sand im Getriebe

Dieser Mai entwickelt sich irgendwie zum Monat des Sands. Widmete ich mich in den letzten beiden Reiseberichten doch schon ausgiebig der Sahara des Nordens, also dem schönen niederländischen Eiland Vlieland, spielt auch hier Sand wieder eine große Rolle. Von Zeit zu Zeit arbeite ich hier auch immer wieder länger zurückliegende Teile meiner Reise durch Europa, auf der ich mich im Rahmen einer Dokumentation von Kunst und Kultur seit 2004 befinde, auf, da diese älteren Informationen damals nur per E-Mail an eine gewisse Anzahl von Menschen ging, bevor ich damit begann diese wesentlich bessere Möglichkeit zu nutzen. So soll es hier nun um meine Reise durch Dänemark gehen und damit wäre schon einmal klar, dass es um dänischen Sand gehen wird aber glaubt mir, es wird auch noch um viele andere spannende Dinge gehen, denn auch dieser Besuch im Norden, war ein sehr interessanter Reiseabschnitt, aus diesem Grund werde ich auch nicht mit einem Reisebericht hinkommen.

Eine erste Begegnung mit der Kunst

Seit fast drei Jahren bin ich nun schon, wenn ich in Deutschland bin, meistens in Köln und ich muss sagen, dass ich mich schon an diese Stadt und ihre Vorzüge gewöhnt habe. Denn es gibt wohl nur wenige Plätze in Europa, die so zentral gelegen sind, wie die Domstadt am Rhein. Ganz nebenbei gibt es hier natürlich auch noch eine grandiose Kunst-und Kulturszene und 01-atelier-moor-ausblick.jpgman ist eben auch noch mitten im größten Ballungsraum Europas. Aber natürlich muss ich auch einräumen, dass es klare Nachteile gegenüber anderen schönen Gegenden in Europa gibt. Natürlich ist die Luft in der viertgrößten Stadt Deutschlands nicht gerade die allerbeste und wirkliche Ruhe findet man hier auch eher selten aber man kann halt nicht alles haben. Die Luft und die Weite damals oben im Teufelsmoor war da schon wesentlich genialer aber man war halt auch wirklich weit ab vom Schuss. In sofern war es auch klar, dass ich nicht ewig dort bleiben würde und somit löste ich im Spätsommer 2007 mein dortiges Atelier endgültig auf und verlagert alles gänzlich hier nach Köln.

Nun bot es sich natürlich an, wenn man so oder so gen Norddeutschland muss, einfach eine Woche früher als geplant loszufahren und auf diesem Weg vorher einfach noch eine Runde durch Dänemark zu drehen. Dies war damals auch der erste Tourabschnitt an dem Britta, die seitdem immer wieder Mal dabei ist, mit unterwegs war. Nachdem mein erster Eindruck von Dänemark, damals während meiner ersten Skandinavien-Tour, nicht der allerbeste war, um es einmal vorsichtig zu formulieren, sollte sich dieser Eindruck nun massiv ändern. Ein erstes Highlight welches wir 02-kunst-roemoe.jpgansteuerten, war die Insel Römö. Hierbei handelt es sich um die südlichste Nordseeinsel Dänemarks. Diese ist knapp 130 Quadratkilometer groß und hat etwas mehr als 700 Einwohner. Auf Römö entdeckte ich sogar eine kleine Galerie in einem wunderschönen alten Reetdachhaus, wobei ich gestehen muss, dass diese erste Begegnung mit der Kunst auf diesem Tourabschnitt doch eher enttäuschend war, denn was die Künstlerin Kirsten Rudiengaard hier bot, traf nicht wirklich meinen Geschmack. Ganz anders sah es da mit dem Strand aus, denn Menschen die mich kennen oder hier schon länger lesen, wissen das ich Wasser, Meer und eben auch Strände liebe.

Mit dem Auto im Sandkasten

Nun ist es auf Römö so, dass man mit dem Auto an den Strand darf. Da man die Insel auch ganz einfach mit dem Auto erreichen kann, da sie über den Römödamm mit dem Festland verbunden ist, ließen wir es uns natürlich auch nicht nehmen 03-strandfahrt-roemoe.jpgordentlich durch den Sand zu fahren. Es sei nur am Rande angemerkt, dass dies nicht das einzige Mal war, dass wir mit unseren Kleinwagen in Dänemark durch den Sand düsten. Der Besuch in der Werkstatt, als wir wieder zurück in Deutschland waren, machte aber klar, dass dieses Fahrzeug für wundervolle Touren durch solche überdimensionierten Sandkästen nicht wirklich geeignet ist aber der Spaß hat sich echt gelohnt. Nach einer wirklich tollen Zeit auf Römö ging es dann die Westküste weiter aufwärts und wir entdeckten wirklich viele interessante Ecken. So waren wir auch wirklich sehr beeindruckt von den riesigen Überresten der Bunkeranlagen, die man hier direkt am Strand entdecken kann und die natürlich auch noch einmal eine wirklich gute Möglichkeit für spannende Photoarbeiten bot. Wenn man in dieser Gegend ist, sollte man übrigens auch unbedingt einmal Ribe besuchen, denn hier gibt es noch viel mehr zu entdecken, als einen wundervollen Friedhof, der mich natürlich für meine Reihe über europäische Friedhöfe sehr interessierte.

Hatte man gerade noch die schweren, monströsen Bunkeranlagen vor Augen, bietet Ribe das totale Kontrastprogramm. Ribe zählt zu den ältesten Städten Dänemarks und hier leben etwas mehr als 8.000 Menschen. Über lange Jahrhunderte war 04-bunker-dk.jpgdiese Stadt die wichtigste Hafenstadt Dänemarks, was allerdings nun schon seit langer, langer Zeit nicht mehr so ist. Ein Besuch ist aber trotzdem nicht nur wegen dem Dom zu Ribe eigentlich zwingend notwendig, wenn man in der Gegend ist. Was man hier allerdings auch vergeblich sucht, ist so etwas wie eine Kunstszene, hier merkt man dann halt doch die Einwohnerzahl. Anders sieht es da schon in Viborg aus, wo wir dann endlich einmal auf so etwas wie eine Kunstszene trafen. Eigentlich war für diesen Tourabschnitt geplant jede Nacht wo anders zu übernachten, allerdings fanden wir in der Nähe von Viborg einen Bauernhof, wo wir eine Haushälfte über zwei Etagen geboten bekamen, die so unschlagbar günstig war, dass wir beschlossen hier etwas länger zu bleiben und uns eben neben der Kunstszene in Viborg, auch noch um die anderen spannenden Highlights in der Umgebung zu kümmern. Man sieht schon an diesem ersten Teil, dass mein erster Eindruck von Dänemark wirklich der falsche war und dieses Land doch sehr viel zu bieten hat, deshalb geht es auch bald mit spannenden Geschichten aus Dänemark weiter.

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Bisher 2 Kommetare

  1. 26. Mai 2010

    | 11:35

    Dänischer Sand im Getriebe…

    Es war wieder eine Tour mit viel Sand aber es war trotzdem genial in Dänemark wie der Künstler und…

  2. 28. März 2012

    | 08:46

    [...] ist Dänemark eine stark urbanisierte Gesellschaft, von der über 86 Prozent der Bevölkerung in [...]

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