Art for Europe

Kontinent der Kunst

Cornelius Gurlitt und die Frage nach seinem Erbe

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Gestern verstarb Cornelius Gurlitt, der Sohn des umstrittenen Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt, im Alter von 81 Jahren, womit der Fall um einen der größten deutschen Kunstschätze überhaupt in eine weitere Runde gehen wird. Natürlich ist es richtig, dass ein Mann in diesem Alter, der zu dem auch noch schwer herzkrank war, weshalb er auch gerade erst operiert wurde, schon einmal sterben kann. Allerdings wird es nun spannend sein, zu sehen, wie sich der Fall des Kunstschatzes selber weiterentwickelt. Es geht hierbei immerhin um kaum vorstellbare Werte, wie schon kurz nachdem alles ins Licht der Öffentlichkeit gerückt war, deutlich wurde und man muss bedenken, dass es seit diesen Tagen noch einmal mehr wurde, was unter anderem daran lag, dass auch noch sehr viele Kunstwerke in seinem Haus in Salzburg gelagert waren. Wie groß auch immer der Anteil dieser bedeutsamen Kunstsammlung sein mag, der an die ursprünglichen Eigentümer bzw. deren Erben zurückgeht, dürfte noch ein nicht unerheblicher Teil in der allgemeinen Erbmasse des Cornelius Gurlitt bleiben. Laut ersten Medienberichten, soll dieser Teil zusammen bleiben und ins Ausland vererbt worden sein und dies bietet Raum für weitere Spekulationen. Bei solchen Werten muss man sich natürlich völlig wertfrei fragen, wie die Geschichte weitergegangen wäre, wenn Gurlitt nie aufgeflogen wäre, was wohl vor allem bedeutet hätte, dass die rechtmäßigen Eigentümer auch weiterhin leer ausgegangen wären. An dieser Stelle muss man den Lauf der Dinge, wie er sich ergeben hat, mit Sicherheit schon einmal begrüßen. Es bleibt aber noch eine Frage offen, die sich vielleicht nie ganz klären lassen wird. Hätte es vielleicht eine Möglichkeit gegeben, den nicht durch die NS-Zeit belasteten Teil der Sammlung in Deutschland zu halten, wenn die ermittelnden Behörden etwas behutsam vorgegangen wären. Man darf nicht vergessen, dass es beim hier angesprochen Teil der Kunstsammlung, schon um einen Kunstschatz von nationalem Interesse geht, der nun wahrscheinlich verloren gegangen ist, was nicht nur einen finanziellen Schaden bedeutet. Man darf also mit größter Spannung weiterverfolgen, wie sich dieser ganz besondere Kunstfall noch entwickeln wird und wann bzw. wie er enden wird.

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