Art for Europe

Kontinent der Kunst

Club 27

Es hat nichts mit Erotik oder der Schmuddelecke zu tun, auch wenn Rock eigentlich echt sexy ist. Es geht auch nicht um irgendeinen neuen, angesagten Club, auch wenn es um wirklich geniale Musik geht. Der Club 27 ist ein ganz besondere Club. Ganz besonderer Größen des Musikgeschäfts gehören ihm an, ohne sagen zu können, ob es sich lohnt ihm anzugehören, wie es sich anfühlt dabei zu sein. All die vielen spannende Fragen in diesem Zusammenhang, werden nie geklärt werden, denn einer der ultimativen, großen Bedingungen, um diesem Club beizutreten, ist, dass man diesen schönen Planeten schon im Alter von 27 Jahren verlassen haben muss, was diesen Club natürlich auch zu etwas sehr tragischen macht, denn man kann wohl sagen, dass all die bisherigen und wohl auch zukünftigen Mitglieder viel zu früh starben. Im Moment ist dieser, eigentlich nicht wirklich neue Club wieder massiv im Gespräch, da eine neue Größe aufgenommen werden musste. Das neuste Mitglied ist Amy Winehouse, die große Souldiva, die mit ihrer rauchigen Stimme die Musikwelt auch so bereichert hat. Da die wenigsten Menschen in diesem Alter an einem natürlichen Tod sterben, wären wir bei einem weiteren schicksalhaften Punkt, der all diese Größen, neben ihrer musikalischen Genialität, miteinander verbindet: Drogen und Alkohol!

Dir großen Vier
Den Grundstein für diesen etwas anderen Club der Musikgeschichte legte der am 28. Februar 1942 in Cheltenham geboren Brian Jones, der Mitbegründer der legendären Rolling Stones. Ihn fanden am 3. Juli 1969 Freunde, die er besucht hatte, Tod im Pool. 01_c27_fab_four.jpgUm seinen Tod ranken sich viele Gerüchte bis hin zu Mordtheorien. Genau diese Mystik ist übrigens auch etwas, was die Clubmitglieder verbindet und natürlich auch so gut in diese Branche passt. Am 18. September 1970 folgte das am 27. November 1942 geborene Gitarrengenie Jimi Hendrix, der nach massivsten Rotweinkonsum an seinem Erbrochenen erstickt war und damit natürlich auch die verschiedensten Thesen, um sein Ableben aufkommen ließ. Nur einige Wochen später, am 4. Oktober 1970, sollte die erste Frau in diesen Club eintreten, denn an diesem Tag wurde die am 19. Januar 1943 geborene, großartige US-Sängerin und Songwriterin Janis Joplin, nach einer Überdosis Heroin, tot in Los Angeles aufgefunden. Womit natürlich in kürzester Zeit eine große Anzahl absolut begnadeter Stars verstorben waren und es sollte noch nicht vorbei sein. Denn auf den Tag genau zwei Jahre nachdem mysteriösen Ableben von Brian Jones, starb am 3. Juli 1971, ebenfalls im Zusammenhang mit Alkohol und Drogen, der am 8. Dezember 1943 geborene Frontmann der Doors in Paris. Jim Morrison sollte dann auch erst einmal für etwas mehr als zwei Jahrzehnte das letzte Mitglied dieses Club 27 werden.

Eine andere Generation
Am 5. April 1994 erschoss sich Kurt Cobain in seinem Haus unter dem Einfluss von Heroin, sein Abschiedsbrief endete sinngemäß mit den Worten, dass es besser sei auszubrennen, als einfach so zu verschwinden, was zum Credo dieses Club 27, schnell zu leben, hart zu lieben und früh zu sterben, natürlich bestens passt. 02_c27_lflhdy.jpgDer Gittarist und Frontmann der Kultband Nirvana, der am 20. Februar 1967 in Aberdeen in den USA geboren wurde, ist wahrscheinlich das Mitglied meiner Generation in diesem Club und scheinbar soll jede Generation mindestens ein Mitglied dort haben. Wenn man diesen inoffiziellen Club weiterfasst, gehören übrigens noch wesentlich mehr, als die sechs in diesem Bericht behandelten Musiker, dazu aber nirgendwo sind die Verläufe von musikalischer Genialität bis hin zur Art des Abelebens so ähnlich, wie bei den Sechs hier erwähnten. Im Gesamten ist dies natürlich ein Thema, welches, sowohl aus musikgeschichtlicher Betrachtungsweise, wie auch aus gesellschaftlicher Sichtweise, ein so interessantes Thema ist, dass es wohl das nächste Thema eines Blogs sein wird, der dann natürlich auch wieder bei hÜlsberg – Die Sache mit dem Ü – Agentur für Kunst, Kultur, Journalismus, Text, Fotografie, PR & SocialMedia erscheinen wird. Denn wie gesagt, es sind nicht nur die Umstände des Todes dieser Menschen, sondern vor allem ihre Lebenswege, die sie zu so etwas Besonderen gemacht haben.

Für die jetzige Generation
Das aktuellste Mitglied im Club 27 wurde am 23. Juli 2011 die Souldiva Amy Winehouse, auch sie wurde tot in ihrem Haus in London gefunden. Da die Obduktion der Leiche keine konkrete Todesursache ergab, wurde eine toxikologische Untersuchung angeordnet, dessen Ausgang noch aussteht. 03_c27_amy_winehouse.jpgAllerdings sind sich Freunde und Familie sicher, dass auch bei ihr Drogen und Alkohol mindestens eine Mitschuld am frühen Ableben hatten. Denn neben ihrer einzigartig, brillante Stimme, war Winehouse auch für ihre Alkoholexzesse und Drogeneskapaden berühmt, was auch der Grund war, warum sie kurz vor ihrem Ableben ihre Comeback-Tournee abbrach, nachdem sie in Belgrad hemmungslos ausgebuht wurde, da sie nicht in der Lage war die Töne zu treffen und einfach aus den bekannten Gründen völlig neben der Spur lief. Wie gesagt, all diese Toten starben viel zu früh und hätten der Musikwelt noch sehr viel mehr zu bieten gehabt, so viel kann man wohl mit Sicherheit sagen aber ihr frühes Ableben hat mit Sicherheit auch seine Bedeutung, auch dies scheint festzustehen. Es ist natürlich ein morbides Thema, was in der Natur der Sache liegt, aber trotzdem ist es auch ein Thema, welches darüber hinaus einen gewissen Charme versprüht und einfach zur Musikwelt dazugehört. Vielleicht sollte man gerade in der heutigen Zeit dieses Thema, mag es auch noch so alt sein, auch dazu nutzen, einen Moment innezuhalten und die andere Seite des ganzen Glamours zu sehen, denn auch diese Stars waren einfach nur Menschen, die ihre vielfältigsten Probleme hatten.

Freude teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • Digg
  • email
  • Facebook
  • Fark
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • LinkedIn
  • Twitter

Schade, bislang hatte noch keiner eine Meinung

Auch Deine Meinung zur Kunst ist wichtig