Art for Europe

Kontinent der Kunst

Charlie Hebdo und die wahren Feinde der Freiheit

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Es ist jetzt eine Woche her, dass in Paris und anderen Teilen Frankreichs der Terror tobte. Desto mehr Abstand man zu den abscheulichen Taten bekommt, desto mehr versteht man auch vieles. Natürlich wurden auch wieder sehr viele Märchen gestreut, so waren es deutsche Politiker, welche wieder etwas vom Kampf der Kulturen erzählten, welchen es zu verhindern gilt. Auch wenn man das Ziel des Anschlags von Paris, wenn man Charlie Hebdo natürlich zur Kultur zählt, hat all dies rein gar nichts mit einem Kampf auf dieser Ebene zu tun. Was man erlebt ist eine immer massivere Ausweitung des Religionskrieges und hier dran sind schon lange neben den bekannten drei großen Weltreligionen, vor allem auch Politiker beteiligt, welche die geopolitischen Ziele des Westens so verfolgen. Am vergangenen Sonntag gab es einen Gedenkmarsch für die Opfer in Paris, dass dort ausgerechnet die mit einem großen Fake vermitteln wollten in vorderster Front zustehen, die eine große Verantwortung bzw. Schuld an diesem Krieg tragen, fand ich doch sehr unerträglich. Dies gilt ebenso für die Übertragung des deutschen Staatsfernsehens, wo man zu diesem Anlass Gila Lustiger, als vermeintliche Expertin eine Plattform bot, um gegen den Islam zu reden, was an dieser Stelle einfach völlig unangebracht war. Es ist wichtig, dass auch weiterhin im Bereich der Kultur bewiesen wird, dass man mit alldem Hass und der Gewalt, die hier zum großen Teil auch ganz gezielt dafür instrumentalisiert wird, um zum Beispiel auch immer mehr Überwachung der Massen zu erreichen, nichts am Hut hat. Man sollte sich von den religiösen, wie auch politischen Kräften deutlich abgrenzen, die mit dem was man in Frankreich erleben musste, nun ihre Machtoptionen ausspielen wollen. Allgemein sollte man die Bedeutung der Religion für gesellschaftliche Strukturen ganz neubedenken und auch hier kann die Kunst und Kultur helfen. Keiner braucht Terror im Namen des Islams. Keiner braucht Kindesmissbrauch und Homophobie durch das Christentum und einen vernichtenden Krieg, wie zuletzt im Gazastreifen, im Namen des Judentums braucht auch niemand.

Ein Zeichen gegen die Heuchler setzen
In der heutigen schnelllebigen Zeit werden auch die Taten der letzten Woche, schnell an Strahlkraft verlieren und dann werden immer weniger Menschen Charlie sein und dies darf natürlich nicht passieren. Denn dieser Angriff auf die Kultur muss wachgehalten werden und auch ein Mahnmal gegen all die Heuchler aus Politik und Religion sein, welche die Geschehnisse, wie bereits erwähnt, mit zu verantworten haben. Es ist seit der letzten Woche noch wichtiger geworden, dass sich die Kunst und Kultur für den dringend notwendigen Systemwechsel einsetzt und dies nicht nur durch eine Welle des Mitleids im Internet, die Stunden später schon wieder von Katzenbildern weggespült wird. Die Menschen, welche am vorletzten Mittwoch bei Charlie Hebdo sterben mussten, taten dies für die Freiheit, eine Freiheit, welche immer mehr abgebaut wird, wie die Beschlüsse zeigten, welche vor dem Trauermarsch in Paris auf den Weg gebracht wurden. Es gilt denen die Stirn zu bieten, die all das, was sie in den letzten Jahren und Jahrzehnten an Hass und Intoleranz in die Welt getragen haben, nun auch noch dazu nutzen, gegen die Freiheit in der westlichen zu agieren. Ein Großteil der fremdenfeindlichen Stimmung wurde doch geschickt durch die Politik und ihre fleißigen Helfer bei den etablierten Massenmedien erst selbst aufgebaut, was zeigt, wie heuchlerisch es doch ist, wenn man sich dort immer wieder geschockt und entsetzt über diese Tendenzen zeigt. Die Ereignisse aus der letzten Woche haben eine geschichtliche Dimension, die Frage, welche noch offen ist, ist in welche Richtung sich die Geschichte nun entwickelt und dies können die Massen entscheiden. Wenn sie sich nicht vor den Karren derer spannen lassen, welche nichts Gutes für diese Welt wollen, könnte die Geschichte vielleicht auch noch eine gute werden. Man muss sich ganz klar, nicht nur vom Terror und religiösem Wahn distanzieren, sondern ebenso vom vorherrschendem System, für welches beides auch nur Mittel zum Zweck sind.

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