Art for Europe

Kontinent der Kunst

BYE BYE COLOGNE

Es ist vollbracht und die Agentur für Kunst, Kultur, Journalismus, Text, Fotografie, PR & SocialMedia läuft und nun heißt es nach und nach die Websites umstellen, weitere neue Websites aufbauen und was sonst alles noch so auf der Agenda steht. Ein großes Anliegen ist es mir aber nun, wo meine Zeit in Köln ganz und gar Geschichte ist und auch die letzten Spuren juristisch aus dem Wege geräumt wurden, noch einmal auf eine, in jedem Fall besondere Zeit zurückzublicken, die damals im Sommer 2007 begann. Meine im Jahr 2004 begonnene Reise zur Dokumentation von Kunst und Kultur in Europa war auf drei bis fünf Jahre angesetzt. Nach gut drei Jahren sprach doch vieles dafür die Reisetätigkeit zurückzufahren und die Kunst, sowie natürlich auch die Aufarbeitung der vergangenen, unzähligen Kilometer über meinen Kontinent der Kunst in den Vordergrund zu rücken. Das dies alles seinen Lauf in Köln nahm, war eher Zufall, es hätte genauso gut Hamburg oder Berlin sein können. Das für mich noch Highlights, wie zum Beispiel Dänemark, Schottland aber auch Sardinien auf dem Plan standen, war so etwas, wie ein gebührendes Ende einer grandiosen Tour, die letztendlich, wenn man überhaupt von einem Ende sprechen möchte, da ich natürlich auch noch weiterhin reisen werde, zum Jahresbeginn 2010 mit Besuchen in Portugal, sowie auf meiner Lieblingsinsel Vlieland endete. Aber was kann ich denn nun zu meiner Zeit als Wahlkölner sagen?

Vom Dom und Fußball
Es gibt Dinge, die werde ich an dieser Stadt nie verstehen, was wohl auch daran liegt, dass ich nicht von dort komme, sondern von der anderen Rheinseite aus Leverkusen. 01-lev-hometown-japanische-glocke-0876.jpgMan muss wissen, hier trennt mehr als nur der Rhein und es verbindet aber auch mehr, als nur ein paar Brücken. Ein Beispiel, wenn ich über die Autobahn nach Köln fahre und den Dom sehe, ist dies für mich nicht mehr oder weniger als ein Wahrzeichen einer europäischen Metropole, da bedeutet mir das Bayerkreuz in meiner Heimatstadt doch mehr. So hat eben jeder seins. Das Thema Fußball ist ein Thema, wenn es um meine Heimat Leverkusen und meine damalige Wahlheimat Köln geht, welches man einfach meiden sollte, denn hier gibt es einfach keinen gemeinsamen Nenner, warum ich dieses Thema hier auch nicht vertiefen werde. Ich muss auch einräumen, dass meine Zeit bis 2010 am Rande des Kölner Kultstadtteils Ehrenfeld, wo das mit dem Kult schon sehr relativ zu sehen ist, eher hart war, wenn auch, vor allem mit der Ausstellung `Das postdemokratische Konjunkturpaket III` und der Photowerkreihe `Theodore`, die dort entstand, sehr erfolgreich. 02-k-kunstraum-152-5730.jpgDoch ich muss schon sagen, dass diese ersten Jahre dort von den europäischen Reisen und den Besuchen in der City geprägt waren und nicht gerade von Ehrenfeld selbst. Meine beiden Einzelausstellung dort im KunsTraum 152 standen dann, trotz ihres Erfolges, auch irgendwie unter mindestens einem schlechten Stern, so musste vor der Vernissage zu `42` die Feuerwehr anrücken und kurz vor der Vernissage zu `Das postdemokratische Konjunkturpaket III` gab es einen Rohrbruch, der für sehr viel Stress sorgte, da eine Menge nicht eingeplanter Arbeit auf mich zu kam. All dies sollte aber natürlich auch sein Gutes haben, denn ohne all dies, hätte ich den wirklichen Kult Ehrenfelds wohl nie erleben dürfen.

Denn es begab sich immer Sommer 2010, vor fast genau einem Jahr, dass ich die Künstlerin und Galeristin Regina Nußbaum, 03_k_al_img_2573.jpgdie ich gut ein halbes Jahr zuvor zum ersten Mal getroffen hatte, wieder traf und so sollte meine Zeit im Zentrum Ehrenfelds, da wo man wirklich vom Kult sprechen kann, beginnen. Es war eine Zeit, die für alles andere entschädigen sollte. Schnell wurde ich mir mit ihr einig und ich begann als freiberuflicher Art Director in der art lounge, ihrer Galerie mit Herz. Wir stellten bis ins Frühjahr diesen Jahres wirklich einiges auf die Beine, dass kann man nicht anders sagen aber es zog mich auch immer mehr in meine alte Heimat, auch dies wurde immer deutlicher. Außerdem war da noch immer der Wunsch, den ich seit Jahren in mir trug, diese Agentur zu gründen, die all das, was ich in den letzten 20 Jahren und mehr gemacht habe miteinander verbinden sollte. Es waren lange Überlegungen, da natürlich vieles für den Standort Köln sprach. 04-berg-land-wurzelgott-1-6030.jpgDas ich mich am Ende doch wieder in Richtung meiner alten Heimat Leverkusen und dem wunderschönen Bergischen Land orientiert habe, war dann vor allem auch eine Herzenssache und ist gar nicht so stark kaufmännisch zu betrachten. Außerdem liegt Köln noch immer vor der Tür und die wirklich wichtigen Kontakte laufen bis zum heutigen Tage bestens, von daher ist die Domstadt nicht aus der Welt. Nun stand aber an diesem Wochenende noch ein Schritt an, der auch schon länger geplant war, sich aber aus den verschiedensten Gründen immer wieder verschoben hatte, die letzten Werke waren in der art lounge abzuholen und natürlich war dies, nach dieser tollen Zeit dort, auch noch einmal ein bewegender Moment, der schon auch einen Schlusspunkt darstellte.

Ein ganz neuer Lebensabschnitt
Nachdem Schlusspunkt kommt der Neubeginn. Dieser wird sich natürlich zu einem großen Teil auf die Aufgaben beziehen, die sich mit meiner neuen Aufgabe, meiner Agentur für Kunst, Kultur, Journalismus, Text, Fotografie, PR & SocialMedia ergeben haben. 05-hbg-vers-a4e0897.jpgDieses große neue Projekt hatte ich hier in den letzte Wochen schon ausgiebig beschrieben aber natürlich steht noch mehr auf der Agenda, denn natürlich stehe ich am Beginn eines wundervollen neuen Lebensabschnitts und es scheint so, als verliefen diese in meinem Leben immer in Dekaden. Waren die 1990er vom Vertrieb mit einem Schwerpunkt im Bereich der Finanzdienstleistungen für nationale und internationale Unternehmen geprägt, stand dann mit dem ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends eine Dekade der Kunst, Kultur und der großen Reise an. All das bedeutet natürlich in der Folge, dass es nun an der Zeit ist all das erworbene Wissen auch weiterzugeben, immerhin hätte ich wohl mit keinem Studiengang der Welt so viel lernen können. 06-xing-2-200208.jpgDies bietet die Möglichkeit mich nun auch als Dozent für die verschiedensten Bereiche zu buchen, angefangen von modernsten Vertriebsstrategien bis hin zu Themen des Kulturmanagements. Natürlich plane ich auch eigene Vortragsreihen für diese Bereiche, die ich erst einmal im Rheinland bzw. dem Bergischen Land anbieten werde. Außerdem, und damit wären wir auch wieder bei einer der Hauptaufgaben meiner Agentur, werde ich das Portfolio meiner Erfahrungen aber auch gerne in Einzelberatungen zur Verfügung stellen und freue mich auch hier auf Anfragen. Wie man sieht und dies ist auch wohl nur natürlich, nehme ich immer Bestandteile meiner alten Lebensabschnitte mit in die neuen und nutze sie auch weiterhin, dies gilt ganz besonders auch für den Bereich meiner Kunst.

Der eben angesprochene Schlusspunkt, die Abholung einiger, letzter Werke in Köln, bot für mich natürlich auch noch einmal die Chance mich mit meinem eigenen, künstlerischen Schaffen auseinander zusetzen. In der Zeit seit 2004 sind doch wesentlich mehr Werkreihen entstanden, als ich es vor Antritt der Reise vermutet hätte. 07_sg_img_3387.jpgDies gilt vor allem auch für den Bereich der Photographie und den Bereich Digitales. Der Fokus ist hier aktuell natürlich noch immer auf die neue Werkreihe `Vier Jahrzehnte-Städte? Stationen! Portraits.` gerichtet und dies mit einem Schwerpunkt auf das Bergische Land und auch hier freue ich mich schon auf Anfragen, um diesen Teil der Reihe der Öffentlichkeit zu präsentieren, wobei dies nicht vor 2012 in Frage kommen wird. Ich werde mich aber auch dem Osten der Republik zu wenden und der Hauptstadt, denn auch hier habe ich noch sehr viel Rohmaterial, welches ich unbedingt verkunsten möchte. Wer sich mit Kunst beschäftigt, weiß, dass dies ein Bereich ist, der vor allem auch Zeit benötigt und dies bedeutet in diesem Lebensabschnitt, 08_plasma_work_rs_img_3323.jpgdass man in gewisser Weise auch weiterhin von mir als Künstler hören wird aber die Ergebnisse nicht mehr so schnell daher kommen werden, wie gerade auch in der Kölner Zeit und es wird wohl auch erst einmal nicht mehr ganz so viele Ausstellungen von mir geben, wie noch in den Jahren zuvor. Aber trotzdem plane ich auch auf diesem Gebiet noch Highlights, die auch in diesem Jahr noch die Möglichkeiten bieten werden, Werke von mir zu erstehen. Dies wird sich dann aber auch verstärkt in meinen Netzwerken abspielen, was bedeutet, es macht schon Sinn immer wieder ein Auge auf meine Person zum Beispiel bei Twitter oder facebook zu haben. Ansonsten kann ich nur sagen, dass ich mich freue, auch in diesem Lebensabschnitt der Mensch zu bleiben, der ich schon immer war und wieder viele Menschen zu treffen mit denen ich all dies teilen kann.

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Bislang ein Kommentar

  1. 21. Juni 2011

    | 17:59

    Lieber Thorsten, danke für die wunderbare gemeinsame Zeit in der art lounge. Menschen wie Dich gibt es in Ehrenfeld nicht viele, daher hat das Viertel und ich allen Grund Dich kräftig zu vermissen (seufz). Ich habe es als große Ehre empfunden, Dich als Freund, Kollege und art direktor kennen und schätzen zu lernen. Alles was noch kommt, wird sich zeigen. Meine tiefe Verbundenheit für Dich als einen wunderbaren Menschen bleibt. Für Deine neue Agentur und Deine weiteren Projekte sowie für alles weitere in deinem Leben wünsche ich Dir das Wundervollste, was passieren kann. Bis hoffentlich bald, Deine Regina

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