Art for Europe

Kontinent der Kunst

Brückenstadt Köln

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Hans Georg Esch zählt nicht nur in meinen Augen zu den wichtigsten Architekturfotografen unserer Zeit. Esch, der 1964 in Neuwied am Rhein geboren wurde und später eine klassische Fotoausbildung absolvierte, überzeugte zuletzt immer wieder mit großartigen internationalen Projekten. Auch wenn sich der seit 1989 freischaffende Architekturfotograf, der für nationale und internationale Architekturbüros arbeitet, auch weiter international aktiv zeigt, endete sein Jahr 2013 mit einem klassischen Bezug zum Rheinland. Neben Auftragsarbeiten ist über all die Jahre natürlich auch ein eigenständiges Oeuvre freier künstlerischer Arbeit entstanden, in dem er seinen Blick, oft fern der Heimat, schweifen lässt aber eben auch immer wieder zu seinen rheinländischen Wurzeln zurückkehrt. Bekannt wurden seine international ausgestellten und in Buchpublikationen veröffentlichte Serien, wie zum Beispiel `Megacities`, `City and Structure` und nicht zuletzt `Cities Unknown`. Auch im letztgenannten Projekt ging es um China, ein Land welches bis zum heutigen Tag eine wichtige Rolle im Schaffen von HGEsch spielt, was sich auch zuletzt mit verschiedenen Projekten in Köln zeigte. Da ist es nur konsequent, dass er nun auch national an dieser Stelle wieder nachlegt und sich mit der Rheinmetropole direkt auseinandergesetzt hat.

Brückenstadt Köln – Fotografien von 1900 bis heute
So erschien zum Jahresende eine Publikation mit HGEsch, Hugo und Karl Hugo Schmölz, sowie August Sander. Eine Fotostrecke von Esch eröffnet das soeben im Kölner Bachem Verlag erschienen Buch `Brückenstadt Köln`, in dem die Konstruktionen der Rheinmetropole von 1900 bis heute in Wort und Bild vorgestellt werden. Mit Größen der Fotografie, wie August Sander (1876 – 1964) und Hugo (1879 – 1938), sowie Karl Hugo Schmölz (1917 – 1986) findet sich HGEsch nicht nur in allerbester Gesellschaft, sondern auch in enger Verbindung. Denn die Basis ihrer einzigartigen Perfektion haben die drei Fotografen nicht an der Universität, sondern im wahren Leben, in der Praxis erworben. Hat Esch, wie bereits erwähnt, wie auch Hugo Schmölz eine Fotografie-Lehre durchlaufen, war August Sander gar Autodidakt. Es gibt aber natürlich auch Unterschiede in den Arbeiten, so differenzieren sich die Brücken-Fotos HGEschs von denen der zwei anderen Künstler an verschiedenen Punkten deutlich. Während jene vorwiegend ikonisierende Darstellungsformen wählten, nähert sich HGEsch dem Thema im Kontext der Stadt. Esch dazu: `Ich begreife die Brücken als städtebauliche Elemente, die verbinden.` Ganz bewusst verzichtete er darauf die Motive stets im besten Licht erscheinen zu lassen. Einige der Bilder sind bei Schnee und Nebel entstanden. `Zu dieser Art von Fotografie wurde ich in China inspiriert. Sie ist so wirklichkeitsnah, dass sie einen Transfer zwischen Bild und Betrachter ermöglicht. Der Betrachter kann sich so in der Stadtlandschaft verweben.` Womit der Künstler ein Abschlussstatement fand, mit welchem sich der Kreis wieder geschlossen hat.

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