Art for Europe

Kontinent der Kunst

Aus dem Tritt gebracht

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Bevor in fast genau einem Monat der 10. Geburtstag dieses Projektes ansteht, konnte ich zuletzt wieder feststellen, dass die Entscheidung, große Teile dieses Kontinents zu bereisen, genau die richtige war. Noch bis Anfang kommenden Jahres kann man in dänischen Humlebaek, was ganz in der Nähe von Kopenhagen liegt, Riverbed von Olafur Eliasson erlaufen, wie man es ganz korrekt bezeichnen sollte. Aber der Reihe nach. Im schönen und ebenso beschaulichen Humlebaek findet man das Louisiana Museum of Modern Art und es ist wohl das bedeutendste Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in ganz Dänemark und eines der Museen, welche mich auf meiner Tour am meisten beeindruckt haben, was auch mit seiner ganz besonderen Lage zu tun hat. Ein sehr guter Freund, ein mittlerweile leider verstorbener Kollege gab mir den Tipp, diesen Platz während meiner Reise aufzusuchen und glücklicherweise habe ich dies auch getan. Dieser Fakt erleichtert es mir nun auch ungemein, mir mit den Bildern der Ausstellung Riverbed einen ziemlich guten Eindruck davon zu versschaffen, was einen dort erwartet. Persönlich werde ich es wohl bis zum Jahresende nicht mehr soweit nördlich schaffen, trotzdem möchte ich meinen Lesern diese ganz besondere Ausstellung nicht vorenthalten.

Keine ganz besonders schönen Steine
Der 1967 in Kopenhagen geborene Olafur Eliasson, der in Island aufwuchs und später in seiner Geburtsstadt studierte, wo er mittlerweile, wie auch in Berlin, lebt, beschäftigt sich vornehmlich mit physikalischen Phänomenen in der Natur, also zum Beispiel mit Licht und Wasser, Bewegung und Reflexion. Im Louisiana hat er nun gleich ein ganzes Stück Natur nachgebildet und zwar, wie der Titel verrät, ein Flussbett, welches sich durch den gesamten Südflügel und den Außenraum des Museums zieht. Dies alles direkt am Öresund erleben zu können, muss man einfach genial nennen. Das Publikum muss diese ganz besondere Installation erlaufen bzw. durchlaufen und wird dabei ganz schön aus dem Tritt gebracht. Grenzen werden aufgehoben, dies gilt für die Erlebnisse des Besuchers, wie auch für die Dualität von Natur und Kultur und natürlich für die Gegensätze drinnen und draußen, da die Übergänge im wahrsten Sinne des Wortes verschwimmen. Der isländische Lieferant des Materials versprach Eliasson, ganz besonders schöne Steine zu besorgen, was der Künstler ablehnte, hätte es doch zu einer Verfremdung geführt, was belegt, wie wichtig ihm auch immer wieder die Details sind. Man versteht schnell, warum sich ein Besuch dieser gigantischen und ganz besonderen Installation lohnt, was, wie gesagt, auch für das Museum selbst gilt.

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Schade, bislang hatte noch keiner eine Meinung

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