Art for Europe

Kontinent der Kunst

Auferstehung in Berlin

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Nachdem ich in der letzten Woche schon einen kleinen Einblick über meinen Besuch in Berlin geben konnte, steht nun ein ebenfalls spannendes Thema an, welches hier schon häufiger behandelt wurde. Vorher sei aber noch kurz erwähnt, dass die angedachten, zum Teil schon geplanten Reisen nach Frankfurt und Wien in diesem Jahr leider ausfallen werden, da ich mich zwei kleinen Operationen unterziehen muss und sich mein Zeitplan für die zweite Jahreshälfte somit etwas verändert. Weitere Fakten hierzu wird es bald schon auf meiner Agenturseite geben. Kommen wir aber nun zu einer meiner großen Leidenschaften im Bereich der europäischen Kultur, kommen wir zu den Friedhöfen Europas, von denen ich schon so viele besuchen dürfte. Natürlich wird auch in Berlin gestorben und so konnte ich dort, dank einem tollen Tipp, einen Friedhof besuchen, wie ich ihn in dieser Form noch nicht erlebt hatte. Es ging raus nach Weißensee, vorbei am jüdischen Friedhof, welcher leider geschlossen war, zu einem konfessionslosen. Es war der Auferstehungsfriedhof, welcher 1899 angelegt wurde und wirklich etwas ganz besonderes ist. Hier werden die Verstorbenen unabhängig ihrer Herkunft und Religion beigesetzt. Unabhängig von Herkunft und Religion sollte in Zeiten des großen Religionskrieges allgemein vielmehr sein, würde es doch sehr vieles im Leben wesentlich vereinfachen. Ich merkte an diesem besonderen Ort sehr schnell, dass es anders ist, als auf den Friedhöfen, die ich sonst aus Deutschland kenne. Es erinnerte mich zum Teil an Friedhöfe, wie ich sie in Südeuropa häufiger angetroffen habe. Hier ist der Fokus doch etwas anders ausgerichtet, als man es von klassischen Friedhöfen her gewohnt ist.

Leben auf dem Friedhof
So lautet der Titel der Fotokunstreihe, mit der ich schon vor meiner Tour einen Fotowettbewerb gewinnen konnte, was auch zeigt, wie lange ich mich mit diesem Thema schon beschäftige. Genau an diese Werkreihe fühlte ich mich auch an diesem Ort in der Hauptstadt erinnert. Es ist lebendiger dort, als auf vielen anderen Friedhöfen. Es geht mehr ums Leben, als um den Tod. Es ist bunter, zum Teil sogar relativ kitschig und man bekommt das Gefühl durch die vielen Dinge, die zum Teil auf den Gräbern platziert sind, sehr viel über die Verstorbenen zu erfahren. So wird natürlich ein wenig der Schwere genommen, welche solche Plätze ansonsten naturgemäß mit sich bringen. Dies ist aber nur die eine Seite, denn es gab auch noch eine andere, die mich mindestens genauso beeindruckt hat. Da war das Verwunschene, Gräber welche zugwachsen waren, ohne zugewuchert zu sein. Ein wahrer Ort des Friedens, da so doch eine unendliche, positive Ruhe ausgestrahlt wird, es gar etwas Märchenhaftes hatte. Tod bekommt für mich an einem solchen Platz eine ganz neue Bedeutung und man muss wohl auch sagen, dass dies eine Art Friedhof der Zukunft sein könnte, wo die Kirchen auch weiterhin mit einer Austrittsflut zu kämpfen haben und andere Glaubensideen, Glaubensrichtungen auf dem Vormarsch sind. Schaut man sich einen solchen Ort an, merkt man wie viel Charme diese Art der kulturellen Veränderung mit sich bringen kann und natürlich wäre es wünschenswert, diese auch mehr im Leben erkennen zu können. Abschließend bleibt nur noch der Hinweis, dass ich auch diesen Platz in Berlin wirklich nur empfehlen kann.

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Schade, bislang hatte noch keiner eine Meinung

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